Zerstückelte Leiche: Er ist das Mordopfer

+
Das undatierte Polizei-Foto zeigt Jochen G., dessen zerstückelte Leiche in der Nacht zum Mittwoch, 2. September, auf einem stillgelegten Güterbahnhofs in Berlin gefunden wurde.

Berlin - Nach dem Fund einer vielfach zerstückelten Leiche in Berlin ist das Opfer jetzt identifiziert. Es handelt sich um Jochen G. (42) aus Brandenburg.

Lesen Sie dazu:

Zerstückelte Leiche auf Güterbahnhof entdeckt

Das teilte die Staatsanwaltschaft Berlin am Donnerstag mit. Gegen einen geständigen 28 Jahre alten Berliner war am Mittwochabend Haftbefehl erlassen worden. Der Mann hatte sich selbst bei der Polizei gestellt und angegeben, sein Opfer am Dienstag in seiner Wohnung getötet, anschließend zerstückelt und Leichenteile auf dem stillgelegten Güterbahnhof am Innsbrucker Platz im Bezirk Schöneberg deponiert zu haben.

Hier finden sie den Toten

Zerstückelte Leiche auf Güterbahnhof entdeckt

Das Motiv und die Hintergründe sind laut Staatsanwaltschaft noch völlig unklar. Dazu habe sich der Verdächtige nicht geäußert. Auch zu dem Opfer habe er keine Angaben gemacht. “Der 28-Jährige beruft sich auf alkoholbedingte Erinnerungslücken, die mit den bisherigen Ermittlungsergebnissen nicht in Einklang zu bringen sind“, sagte Staatsanwaltschaftssprecher Martin Steltner. Die Vermutung, dass es im “Trinkermilieu“ zu der Tötung kam, “hat sich so nicht bestätigt“, sagte ein Polizeisprecher.

Opfer aus der Stricher-Szene?

Der mutmaßliche Täter hatte die Beamten selbst zu den in Tüten verpackten Leichenteilen geführt. Auch in der Wohnung des Mannes wurden Teile des Toten gefunden. Inzwischen sei der Leichnam vollständig, hieß es bei der Polizei. Der zunächst fehlende Kopf sei bei einer weiteren Suche auf dem Bahngelände entdeckt worden. Er soll verbuddelt gewesen sein. Die Identität des Toten konnte durch einen Abgleich seines Fingerabdrucks mit polizeilichen Datenbänken geklärt werden.

Der Kontakt der beiden Männer soll am Bahnhof Zoo begonnen haben. Dass das Opfer aus der Stricherszene stammt, wollte die Polizei weder bestätigen noch dementieren.

dpa

Zurück zur Übersicht: Deutschland

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser