Zollitsch fordert weltweite Glaubensfreiheit

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Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Erzbischof Robert Zollitsch.

Bonn - Zum Tag der Menschenrechte am Donnerstag hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, die Stärkung der weltweiten Religionsfreiheit gefordert.

Zugleich erinnerte er an die prekäre Lage von Christen in aller Welt, die wegen ihres Glaubens verfolgt würden. Dem Staat sei es untersagt, die Religionsfreiheit seiner Bürger nach eigenem Ermessen einzuschränken. “Tatsächlich ist die heutige Welt noch weit von diesem verpflichtenden Ideal entfernt“, sagte Zollitsch. Derzeit werde vor allem und vermehrt Christen die Glaubensfreiheit verwehrt. “Mehr als drei Viertel aller religiös Verfolgten sind Christen. Besonders in den spätkommunistischen Staaten und in einer Reihe von Ländern, die muslimisch geprägt sind, werden Kirchen und kirchliche Gemeinschaften kontrolliert, überwacht und reglementiert“, kritisierte der Oberhirte der katholischen Kirche in Deutschland.

Dramatische Situation im Irak

Besonders dramatisch sei die Situation in ungeordneten Staatswesen wie dem Irak, “wo islamistische Terroristen durch Attacken gegen Kirchengebäude die verbliebenen Christen aus dem Land drängen wollen“. Zollitsch rief die politisch und gesellschaftlich Verantwortlichen auf, ihren Beitrag zur Stärkung der Menschenrechte und besonders der Glaubensfreiheit in aller Welt zu leisten. Auch die Kirche werde nicht darin nachlassen, sich für all jene einzusetzen, die auch mehr als 60 Jahre nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 ihrer unveräußerlichen Rechte und Freiheiten beraubt würden.

AP

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