Ärzte-Funktionär: Schmiergeld „normal“

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Ärzte-Funktionär Frank-Ulrich Montgomery

Berlin - Wirbel um Ärzte-Funktionär: Frank-Ulrich Montgomery hatte in der ARD -Talkshow Hart aber fair die Zahlungen von Ratiopharm an Ärzte als „ganz normales, natürliches Verhalten“ abgetan.

Montgomery begründete dies damit, dass alle juristischen Verfahren eingestellt worden seien. Doch es gibt laut Spiegel online durchaus auch andere Entscheidungen: Die Staatsanwaltschaft Ulm etwa beantragte einen Strafbefehl gegen die ersten zwei Ärzte aus dem Verfahren, die von 2002 bis 2005 insgesamt 14 Schecks über einen Gesamtbetrag von 19 180 Euro von Ratiopharm erhalten hatten. Auch die Staatsanwälte, die das Verfahren einstellten, sahen die Schmiergeldzahlungen als erwiesen an. Juristisch umstritten ist nur, ob sich Freiberufler wie Ärzte überhaupt wegen Schmiergeldzahlungen strafbar machen können.

Montgomery unterschlug zudem, dass die Annahme von Geld und Geschenken ein Verstoß gegen die Berufsordnung der Ärzte ist: „Ärzten ist es nicht gestattet, für die Verordnung von Arzneimitteln eine Vergütung oder andere Vorteile für sich oder Dritte zu fordern, sich oder Dritten versprechen zu lassen oder anzunehmen“, heißt es dort in Paragraf 34.

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