13-Jährige angefahren und vergewaltigt: Anklage erhoben 

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Bielefeld/Hille - Er hatte gestanden, eine 13-Jährige absichtlich angefahren und das schwer verletzte Mädchen dann vergewaltigt zu haben: Sechs Wochen nach dem Verbrechenim ostwestfälischen Hille hat die Staatsanwaltschaft Bielefeld Anklage gegen den 30-Jährigen erhoben.

Oberstaatsanwalt Reinhard Baumgart bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der Zeitung “Neue Westfälische“.

Der Vater von fünf Kindern aus Lübbecke muss mit bis zu 15 Jahren Gefängnis rechnen. Dem 30-Jährigen wird Vergewaltigung, schwerer Kindesmissbrauch und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Auch der gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr werde angeklagt.

Das traumatisierte Mädchen, dem es zumindest körperlich wieder gut gehe, könne sich laut Anklageschrift noch immer nicht an die Tat erinnern, sagte Baumgart. So sei der Tathergang allein durch das Geständnis, das der arbeitslose Kran-Monteur bei der Polizei abgelegt hatte, rekonstruiert worden. Demnach war er am Abend des Ostermontags auf einem Feldweg unterwegs gewesen, als ihm die 13-Jährige auf ihrem Rad entgegenkam. Laut Anklage fasste er dabei “den Entschluss, sich sexuell zu befriedigen“. Den Zusammenstoß habe er deshalb provoziert.

Das Opfer prallte laut Anklageschrift mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe und erlitt dabei eine Gehirnerschütterung, einen Kieferbruch sowie Prellungen und Schürfwunden am gesamten Körper. Unter dem Vorwand, die 13-Jährige “nach Hause fahren zu wollen“, habe der Mann sie ins Auto gelockt und sie dann in einer entlegenen Gegend vergewaltigt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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