Merkel und Steinmeier sind Spitzenkandidaten ihrer Parteien 

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Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier

Sternberg/Postdam - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier führen ihre Landesparteiverbände als Spitzenkandidaten in den Wahlkampf.

Beide wurden am Samstag auf Parteitagen der CDU Mecklenburg-Vorpommerns und der brandenburgischen SPD mit großer Mehrheit gekürt.

Mecklenburg-Vorpommerns CDU wählte Merkel in Sternberg mit 117 der 118 abgegebenen Stimmen auf Platz 1 der Landesliste. Die Kanzlerin tritt bei der Bundestagswahl am 27. September zudem als Direktkandidatin im Wahlkreis Nordvorpommern-Stralsund-Rügen an, den sie seit 1990 immer gewonnen hat.

Steinmeier erhielt auf der Landesvertreterversammlung der brandenburgischen SPD in Potsdam 116 der 118 abgegebenen Stimmen. Er gehört dem SPD-Verband seit fast zwei Jahren an und will in dem Land zwischen Elbe und Oder sein erstes Bundestagsmandat erringen.

Merkel erklärte mit Blick auf die Krise, die Wirtschaft habe den größten Teil des Abschwungs bereits hinter sich. Nach den vorhergesagten sechs Prozent Minus beim Wirtschaftswachstum 2009 werde für 2010 bereits wieder "plus minus Null" erwartet.

Zur aktuellen Steuerdebatte sagte sie, den Leistungsträgern in der Mitte der Gesellschaft, wie Ingenieuren, Ärzten oder Krankenschwestern, müsse ein Zeichen gegeben werden, damit sie im Land blieben.

Zugleich machte die Kanzlerin aber deutlich, dass die Auswirkungen der Wirtschaftskrise berücksichtigt werden müssten. Steinmeier warf der Union Konzeptlosigkeit in der Wirtschaftskrise vor. Wie die FDP hoffe sie, dass die Wachstumszahlen im Herbst wieder steigen werden. Sie wolle dann so weitermachen wie bisher. "Diese Krise ist kein Betriebsunfall", rief er.

dpa

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