Nach Wolf-Festnahme: Keine heiße Spur zum Lösegeld

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Der Täter ist gefasst: Der Leiter der SoKo "Wolf", Matthias Weber, nimmt ein Fahndungsplakat des gefassten Schwerverbrechers Thomas Wolf von der Wand.

Frankfurt/Main - Nach der Festnahme des geständigen Entführers Thomas Wolf hat die Polizei noch keine heiße Spur vom Lösegeld. Wolf drohen bis zu 15 Jahre Haft.

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Der Schwerverbrecher habe in einer ersten Vernehmung keine Angaben zum Verbleib der erpressten 1,8 Millionen Euro gemacht, sagte der Leiter der Soko “Wolf“, Matthias Weber, am Freitag bei einer Pressekonferenz im Frankfurter Polizeipräsidium. Weber wollte sich nicht zu Spekulationen äußern, wonach der in Hamburg gefasste Wolf das Geld auf seinem “Zick-Zack-Kurs“ durch Deutschland versteckt haben könnte. Der seit Jahren gesuchte Verbrecher war nach seiner letzten Tat, der Entführung eines Bankangestellten in Wiesbaden Ende März, laut Polizei unter anderem in München, Berlin und München. Bei Delmenhorst entkam er den Fahndern nur knapp. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass er sich in einem Wald im Rhein-Main-Gebiet aufgehalten haben soll. Bei der Person habe es sich sehr wahrscheinlich um Wolf gehandelt, sagte Weber weiter.

Dem nach neun Jahren Zielfahndung in Hamburg gefassten Schwerverbrecher Thomas Wolf drohen für seine jüngsten Straftaten 15 Jahre Haft.

Entführung gestanden

Dieser habe nach seiner Festnahme am Donnerstagabend die Entführung in Wiesbaden gestanden, teilte der Ermittler weiter mit. Die Wiesbadener und Hamburger Staatsanwalt wollen Wolf nun gemeinsam anklagen, wie der Wiesbadener Oberstaatsanwalt Hartmut Ferse sagte. Die Justiz der Hansestadt wirft ihm einen Bankraub aus dem Jahr 2000 vor. Für beide Taten zusammen drohe Wolf eine Höchststrafe von 15 Jahren, sagte der Staatsanwalt weiter. Zudem habe der Mann noch eine Reststrafe von sechs Jahren zu verbüßen - Wolf hatte Anfang 2000 einen Freigang zur Flucht aus dem Gefängnis im nordrhein-westfälischen Moers/Kapellen genutzt. Anschließend lebte er jahrelang unter einer falschen Identität in Frankfurt am Main. In den nächsten Tagen soll entschieden werden, wann er von Hamburg überstellt wird, wie Weber mitteilte.

AP

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