Test: Viele Auto-Kindersitze sind mangelhaft

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Hannah (3) und ihre 11 Monate alte Schwester Felicia sitzen vorschriftsmäßig im Kindersitz.

München - Bei der Sicherheit von Auto-Kindersitzen sieht der ADAC bei einigen Herstellern noch erheblichen Nachholbedarf. Bei einem gemeinsamen Test des Autoclubs und der Stiftung Warentest fielen vier von 22 geprüften Kindersitzen mit der Gesamtnote “mangelhaft“ glatt durch.

Einer dieser vier Sitze - der “Alpin Daisy“ - versagte beim Seitencrash. Die drei anderen wurden wegen ungenügender Sicherheit beim Frontal-Crash mit “mangelhaft“ bewertet, wie der ADAC am Dienstag in München mitteilte. Dabei handelte es sich um den “Emmaljunga First Class 0+ mit Base (Isofix)“, den “IWH Babymax Isofix+Basis“ sowie den “IWH Megamax Isofix+Basis“.

Bei diesen drei Modellen ging laut ADAC entweder der Sitz zu Bruch oder der Gurt des Kindersitzes riss aus und die Messpuppe flog beim Test durch das Fahrzeug. Bei den Maßstäben für den Frontal-Crash sei man über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgegangen und habe sich an Belastungen orientiert, wie sie bei realen Unfällen vorkommen, erläuterte der Autoclub. Deshalb habe man zum Beispiel einen Crash mit einem Tempo von 64 Kilometern pro Stunde simuliert und auch auf den Seitenaufprallschutz geachtet, denn Kinder seien bei seitlichen Kollisionen besonders gefährdet.

Es gebe aber in allen Klassen “gute“ oder “befriedigende“ Kindersitze, teilte der ADAC mit. Bei dem Test erreichte allerdings kein Sitz die Bestnote “sehr gut“, zehn schnitten mit “gut“, sieben mit “befriedigend“ und einer mit “ausreichend“ ab.

dpa

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