Urteil: Polizei rast in Passanten - Geldbuße

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Das Kölner Amtsgericht hat wegen fahrlässiger Körperverletzung im Amt Strafbefehle über jeweils 1800 Euro erlassen.

Köln - Zwei Polizisten, die bei einem Einsatz in eine Fußgängergruppe gerast waren, sind jetzt zu Geldbußen verurteilt worden.

Bei dem Unfall vor zehn Monaten waren ein 23-jähriger Mann und eine gleichaltrige Frau schwer verletzt worden, ein 42-Jähriger erlitt leichte Verletzungen.

Das Kölner Amtsgericht habe gegen die beiden Beamten wegen fahrlässiger Körperverletzung im Amt Strafbefehle über jeweils 1800 Euro erlassen, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Damit soll ein Prozess vermieden werden. Legen die Angeklagten keinen Einspruch ein, gelten sie als rechtskräftig verurteilt.

Der 25 Jahre alte Fahrer des Polizeiautos war auf dem Weg zu einem Einsatz zwar mit Blaulicht, aber ohne Martinshorn bei roter Ampel in eine Kreuzung gefahren. Dort musste er einem Lieferwagen ausweichen und erfasste daraufhin mit Tempo 70 die Fußgängergruppe auf dem Gehweg. Laut Strafbefehl hat der 25-Jährige die notwendigen Sorgfaltspflichten bei der Nutzung von Sonderrechten missachtet. Der 26 Jahre alte Beifahrer hätte als Vorgesetzter darauf achten müssen, dass sein Kollege die Vorschriften einhält.

dpa

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