Zweite Runde für Konstanzer "Maultaschen-Fall"

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Konstanzer "Maultaschen-Fall" geht in zweite Runde.

Freiburg/Konstanz - Der Fall einer Altenpflegerin, die fristlos gekündigt wurde, weil sie sechs Maultaschen aus der Heimverpflegung mitnahm, geht in die nächste Instanz.

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Der sogenannte Maultaschen-Fall geht in die zweite Runde. Mit der fristlosen Kündigung einer Konstanzer Altenpflegerin, die sechs Maultaschen aus der Heimverpflegung mitgenommen hatte, befasst sich das baden-württembergische Landesarbeitsgericht (LAG) am 30. März. Ein LAG-Sprecher bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht vom Konstanzer “Südkurier“. Die städtische Konstanzer Spitalstiftung hatte die Altenpflegerin wegen Diebstahls entlassen und am 16. Oktober 2009 beim Arbeitsgericht Radolfzell Recht bekommen. Daraufhin hatte die 58- Jährige Berufung eingelegt.

Ihr Anwalt hatte argumentiert, dass ein Rauswurf nach 17 Jahren Betriebszugehörigkeit unverhältnismäßig sei. Eine Abmahnung hätte gereicht. Die Frau, die in einem Seniorenheim der Stiftung tätig war, hatte angegeben, dass die Maultaschen Essensreste gewesen seien, die ohnehin in den Müll gewandert wären. Der Fall gehört zu einer Reihe von Kündigungen wegen vermeintlicher Bagatelldelikte, die seit Monaten Schlagzeilen machen und in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert werden.

dpa

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