Zwickauer Amokalarm: Schüler trug Sturmhaube

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Der Schüler, der in Zwickau Amokalarm auslöste, trug eine Sturmhaube.

Zwickau - Der 19-Jährige, auf dessen Drohung hin am Dienstag an einer Zwickauer Berufsschule Amokalarm ausgelöst worden war, hatte sich im Unterricht eine Sturmhaube angezogen.

Der Schüler habe die Maske aber nach kurzer Zeit wieder abgenommen, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch in Zwickau. Sie bestätigte einen Bericht der “Chemnitzer Morgenpost“. Die Mitschüler hätten den 19- Jährigen verwundert gefragt, was er denn da mache.

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Amoklauf an Zwickauer Berufsschule vereitelt

Er hatte aus Frust über disziplinarische Maßnahmen wegen wiederholten Zuspätkommens eine Gewalttat angedroht. Er hatte aber keine Waffen bei sich und auch keine Vorbereitungen für einen möglichen Amoklauf getroffen. Gegen den jungen Mann wird wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ermittelt. Das kann mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden. Er war am Dienstag kurzzeitig von der Polizei in Gewahrsam genommen, nach einem Verhör aber seinen Eltern übergeben worden. Zum Ergebnis der Befragung wollte sich die Sprecherin nicht äußern.

Der Schulleiter hatte am Dienstag gegen 11.45 Uhr die Polizei alarmiert, nachdem ein Lehrer die Aussagen des 19-Jährigen gehört hatte. Die Beamten nahmen den Schüler aus Crimmitschau daraufhin in Gewahrsam. Der Unterricht am Berufsschulzentrum für Bau- und Oberflächentechnik war während des Polizeieinsatzes nicht unterbrochen worden.

dpa

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