Stiftung Warentest

Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren sind überflüssig

Kann man einnehmen, muss man aber nicht: Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren sind nach Einschätzung der Stiftung Warentest verzichtbar. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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Kann man einnehmen, muss man aber nicht: Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren sind nach Einschätzung der Stiftung Warentest verzichtbar. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Für die "normale Herzfunktion": Auf Verpackungen bestimmter Nahrungsergänzungsmittel werden mit bewusst weichen Aussagen gute Effekte für die Gesundheit suggeriert. Skepsis ist angebracht.

Berlin (dpa/tmn) - Durch die Einnahme von Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren wollen viele etwas für ihre Gesundheit tun. Doch die erhoffte Wirkung der Nahrungsergänzungsmittel, die Fisch-, Algen- oder Leinöl enthalten, ist nach Angaben der Stiftung Warentest nicht ausreichend belegt. Es gebe keinen Grund, Fischölkapseln und ähnliche Mittel zu schlucken, heißt es in der Zeitschrift "test" (Ausgabe 6/20).


Omega-3-Fettsäuren stecken in vielen Lebensmitteln, etwa in Fisch oder Walnüssen - mit vier bis fünf Walnüssen sei der Tagesbedarf beispielsweise schon gedeckt, erklären die Tester.

Immerhin: Abgesehen vom nicht ausreichend belegten Nutzen für Herz und Kreislauf gab es nach einer Untersuchung von 20 solcher Kapseln nichts auszusetzen. Sie enthielten die auf der Verpackung angegebenen Mengen an Fettsäuren. Schadstoffe fanden sich in keinem Produkt. Die Mittel seien auch nicht gesundheitsschädlich, betonen die Experten mit Blick auf die Studienlage.

Aber als Schutz vor Herzinfarkt oder Schlaganfall zum Beispiel seien sie überflüssig. Die Kosten von täglich zwischen 4 und 90 Cent für die geprüften Kapseln kann man sich aus Sicht der Tester sparen.

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