Lähmung durch Fleisch

Nach Hühnercurry wird Alptraum wahr: Ein Vater muss neu laufen lernen

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Bakterien im Fleisch können schwerwiegende Krankheiten zur Folge haben.

Wer gerne asiatisch isst, hat es wahrscheinlich schon unzählige Male verspeist: Curry mit Hühnerfleisch. Für einen Mann aus Wales hatte das schreckliche Folgen.

Es war ein normaler Tag im Leben der Brahams aus Wales: Vater David schaute seinem sieben Jahre alten Sohn im Liberty Stadium in Swansea beim Rugbyspielen zu. Kurz zuvor hatte er sich ein Hühnercurry in einem Straßencafé geholt. Während des Spiels wurde dem 40-Jährigen schlecht. Was er damals noch nicht ahnte: In den nächsten Wochen wird er um sein Leben kämpfen müssen.

Die Folgen einer Lebensmittelvergiftung durch Hühnerfleisch

"Ich habe mich nicht ganz wohl gefühlt. In dieser Nacht fühlte ich mich etwas durch den Wind und am Wochenende wurde ich richtig krank", erinnert sich der dreifache Vater gegenüber dem englischen Newsportal Daily Mail. Was dann folgt, war laut Braham einfach nur furchterregend: Zuerst nur ein Kribbeln, spürte Braham über Nacht seine Gliedmaßen nicht mehr. Eine Lähmung vom Gesicht abwärts ereilte den ehemaligen Fahrlehrer!

In einer Klinik mussten ihn Ärzte für vier Wochen in ein künstliches Koma versetzen, um ihn am Leben zu halten. Eine vermutlich durch das Hühnerfleisch im Curry ausgelöste Lebensmittelvergiftung führte bei David Braham zum seltenen Guillain-Barré-Syndrom - eine Autoimmunkrankheit, die nach Infekten auftritt und mit Lähmungen einhergeht. Das Bakterium Campylobacter verursacht die Krankheit, bei welcher das eigene Immunsystem die Nieren angreift.  

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"Ich glaubte nicht, dass ich jemals wieder laufen könnte."

Die Lähmungen hatten nicht nur zur Folge, dass Braham nicht mehr laufen konnte - auch sprechen und atmen war ihm nicht mehr möglich. In der Klinik war er deshalb vier Monate lang an ein Beatmungsgerät angeschlossen. "Es war wie in der Hölle. Ich wusste nicht, ob ich meine Kinder wiedersehen würde, und ich glaubte nicht, dass ich jemals wieder laufen könnte", sagte Braham und fuhr fort: "Es war der Gedanke an meine Kinder, der mich weitermachen ließ. Ich habe für sie gekämpft. Ich hätte nicht gedacht, dass ich überleben würde."

Doch der 40-Jährige schafft das Unglaubliche: Acht Monate nach seiner Einlieferung ins Princess Wales Hospital am 10. April 2018 kann er wieder ohne fremde Hilfe laufen. Seit September ist er im Llandough Hospital in Cardiff in Behandlung. Dort bekommt er täglich Physiotherapie, Ergotherapie und Aquatherapie.

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Vorsätze nach Guillain-Barré-Syndrom: Bald wieder ins Fitnessstudio

Im Interview sagte der dreifache Vater: "Ich musste lernen, mich zu waschen und meine Zähne zu putzen. Ich brauchte drei Monate, um meine Beine wieder bewegen zu können". Weiterhin: "Es war, wie ein Baby zu sein und zu lernen, wieder einfache Dinge zu tun. Mein Verstand wusste, wie alles zu tun war, aber mein Körper reagierte einfach nicht darauf."

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Am 8. Dezember war es dann endlich soweit: Braham durfte nach Hause und dort Zeit mit seinen Kindern verbringen. Er wird zwar wahrscheinlich noch bis März stationär behandelt werden, hat aber zwei feste Vorsätze: Er will an Weihnachten am Esstisch bei seinen Lieben sitzen und nächstes Jahr wieder ins Fitnessstudio gehen.

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jg

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