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Fit und gesund durch den Winter

Sport trotz Erkältung? Das solltet Ihr wissen

Eine Frau joggt auf verschneitem Boden an einem Baum vorbei
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Bei einer Erkältung mit Symptomen sollte man sein Sporttraining unterbrechen und mehrere Tage pausieren.

Eine Erkältung kann Hobbysportlern einen Strich durch den persönlichen Trainingsplan machen. Denn ob Sport trotz Erkältung eine gute Idee ist - diese Frage muss man sich stellen. Schwäche ich meinen Körper durch die Belastung oder kann Sport vielleicht sogar helfen, die Erkältung zu bekämpfen? Wann Sport noch vertretbar ist und ab wann das Training für die Gesundheit gefährlich werden kann, lest Ihr hier.

Eine Erkältung kann hartnäckig sein und bis zu zwei Wochen anhalten. Viele wollen ungern so lange auf Sport verzichten. Aber: Sport ist nicht immer gesund. Kurz vor dem Ausbruch oder während einer Erkältung kann Sport die Abwehrkräfte schwächen, den Krankheitsverlauf verlängern und in manchen Fällen sogar gefährlich werden.

Sport trotz Erkältung: Ist das sinnvoll?

Während einer Erkältung arbeitet das Immunsystem verstärkt, um den Krankheitserreger zu bekämpfen. Zusätzlich Sport zu treiben, ist eine extreme Stresssituation für den Körper.

Symptome einer Erkältung

Zu den typischen Symptomen gehören Husten, Halskratzen und Schnupfen, die sich meist ganz allmählich entwickeln. In der Regel verschwinden die Symptome nach ein bis zwei Wochen ganz von allein. 

Eine Grippe beginnt laut der Gesundheitsexperten der AOK im Gegensatz zur Erkältung nicht nach und nach, sondern meist plötzlich mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Gliederschmerzen. Der Allgemeinzustand ist also schon so beeinträchtigt, dass sportliche Aktivitäten gar nicht möglich sind.

Erst wenn die Symptome abklingen, solltet Ihr Euer Training langsam wieder beginnen. Gebt Eurem Körper lieber ein paar Erholungstage mehr. Bei einer Erkältung mit sehr starken Symptomen solltet Ihr sogar noch bis zu vier Wochen auf intensiven Sport verzichten. 

Vorsicht ist nicht nur während und unmittelbar nach einer Erkältung geboten, sondern auch schon im Vorfeld. Intensives Training während der Inkubationszeit einer Atemwegsinfektion kann sich ebenfalls negativ auf den Krankheitsverlauf auswirken. Verzichtet also lieber auf das Training, wenn Ihr das Gefühl habt, krank zu werden.

Ein Spaziergang kann eine gute Alternative zu Sport sein. So kommt der Kreislauf in Schwung und Ihr könnt testen, wie Ihr Euch dabei fühlst. Auf jeden Fall tabu ist das Fitnessstudio - auch bei leichten Symptomen. Dort sind viele Menschen auf engem und geschlossenem Raum, die Ihr anstecken könntet.

Sport während eines Infekts: Das sind die Risiken

Wenn unser Immunsystem gerade dabei ist, Krankheitserreger zu bekämpfen, und Sport dann dem Organismus noch zusätzlich Energie entzieht, können folgende unmittelbare Folgen auftreten:

  • Eine Verschlimmerung der Symptome und ein verzögerter Heilungsprozess.
  • Eine akute Bronchitis oder eine Lungenentzündung können sich so auf dem Boden einer leichten Erkältung entwickeln.
  • Einige Viren können Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündungen auslösen.

Quelle: aok.de

Bei folgenden Symptomen solltet Ihr deswegen auf keinen Fall Sport treiben:

  • erhöhte Temperatur/Fieber 
  • Muskel– und Gliederschmerzen
  • starke Müdigkeit oder Schlappheit
  • Halsschmerzen

Wann ist moderate Bewegung erlaubt?

Hört auf Euer Körpergefühl und achtet auf die Symptome: Wenn nur die Nase läuft und Ihr Euch ansonsten gesund fühlt, spricht nichts gegen ein leichtes Training mit geringer Belastung. Hier bietet sich etwa Nordic Walking oder entspanntes Fahrradfahren an der frischen Luft an.

Bei einer Erkältung mit Symptomen solltet Ihr, auch trotz guten Allgemeinzustands, das Training unterbrechen. Wenn Ihr ein paar Tage nach Auflösung der Symptome wieder startet, solltet Ihr es aber zunächst weniger intensiv angehen lassen. Das heißt: Trainingspensum niedrig ansetzen und dann schrittweise erhöhen, bis Ihr Eure volle Leistungsfähigkeit wiedererlangt habt. 

Achtung!

Auch wenn Ihr Symptome wie Fieber oder Halsschmerzen mit Medikamenten unterdrückt, dürft Ihr keinen Sport bei Erkältung treiben. Die Medikamente lindern zwar die Beschwerden, Euer Körper ist aber nach wie vor geschwächt und wird mit zusätzlichen Belastungen schlechter fertig.

Quelle: netdoktor.de

Bei Atemwegsinfekten mit stärkeren Beschwerden sollte das Training erst mehrere Wochen nach dem Abklingen der Beschwerden schrittweise wieder aufgenommen werden. Besonders vorsichtig sollten Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Immundefiziten sein – sie sollten mit ihrem Arzt besprechen, wie lange sie sich nach einer Erkältung schonen müssen.

Kann man durch Sport eine Erkältung ausschwitzen?

Das „Ausschwitzen“ einer Erkältung ist laut der Gesundheitsexperten der Barmer ein weitverbreiteter Mythos. Bei Fiebersymptomen können die Viren nicht einfach aus dem Körper geschwitzt werden. Jedoch regt die Bettwärme den Kreislauf an und führt zu einer besseren Durchblutung der Schleimhäute, sodass das Immunsystem die Erkältung besser bekämpfen kann. 

Die erhöhte Temperatur führt zu einer vermehrten Antikörper-Produktion, die die Genesung begünstigt. Doch zu viel Wärme, wie sie etwa durch Sport entsteht, belastet den Körper nur zusätzlich, was wiederum den Genesungsprozess erschwert.

Tipps und Ratschläge für den Wiedereinstieg

Generell gilt: Je stärker der Infekt, desto länger sollte die Pause sein, bevor es mit dem Trainieren weitergeht.

  • Wichtig ist, dass Ihr keine Erkältungssymptome mehr aufweist und auf Euren Körper hört.
  • Fühlt Ihr Euch energielos und schlapp oder habt Ihr noch einen erhöhten Ruhepuls, solltet Ihr unbedingt noch mit Sport und intensivem Training warten.
  • Tipp: Bei einem grippalen Infekt mit Fieber (ab 38 Grad Celsius) ist eine Pause von etwa zwei Wochen zu empfehlen, bevor Ihr wieder mit dem Sporttreiben beginnt.
  • Falls Ihr unsicher seid, ob Ihr das Training wieder aufnehmen könnt, fragt lieber Euren Arzt oder Eure Ärztin.

Quelle: barmer.de

as

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