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Zuckerersatz

Honig, Stevia, Agavendicksaft & Co. – sind die angepriesenen Zucker-Alternativen wirklich gesünder?

Viele Menschen greifen auf Zuckerersatz-Produkte wie Stevia oder Agavendicksaft zurück, da diese gesünder sein sollen. Aber stimmt das überhaupt?

Zucker ist eine Zutat, die auch in Nahrungsmitteln enthalten ist, von denen man es gar nicht erwartet. Die meisten Menschen nehmen daher viel zu viel Zucker zu sich, ohne es überhaupt zu wissen. Problematisch ist das, da übermäßiger Konsum viele negative Auswirkungen auf den Körper haben kann. Er wird mit vielen schweren Krankheiten in Verbindung gebracht, darunter Fettleibigkeit, Herzkrankheiten und Diabetes*. Aus diesem Grund ist es nicht verkehrt, den eigenen Zuckerkonsum etwas zurückzufahren. Einen Kompromiss stellen Zuckerersatz-Produkte wie unter anderem Stevia, Agavendicksaft, Honig oder Ahornsirup dar. Aber handelt es sich dabei wirklich um gesündere Alternativen? Wie 24vita.de weiß, verspricht ein Rezept für Sauerhonig auf jeden Fall Gesundheit für den Herbst*.

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Zuckerersatz: Wie gesund sind Stevia, Agavendicksaft & Co. wirklich?

  • Stevia:
    Stevia wird aus einer Pflanze namens Süßkraut oder auch Honigkraut hergestellt. Es gilt vor allem für Diabetiker als sinnvolle Alternative, da es bei der Nahrungsaufnahme nur sehr wenige zusätzliche Kalorien und Kohlenhydrate zuführt und zudem keine Auswirkungen auf den Blutzuckergehalt hat. Es reichen bereits geringe Mengen aus, da Stevia 200 bis 300 Mal süßer ist als Zucker. Nicht nur deshalb sollte es in Maßen verwendet werden sondern auch, weil es einen bitteren Nachgeschmack haben kann. Ein weiterer Nachteil ist, dass Stevia keinerlei wertvolle Inhaltsstoffe enthält.
  • Agavendicksaft:
    Eine gesündere Alternative ist der Agavendicksaft, da er tatsächlich mehrere gesunde Mineralien, Pflanzenstoffe und Spurenelemente enthält. Er ist ebenfalls süßer und weist weniger Kalorien vor als raffinierter Zucker. Im Gegensatz zu Stevia hat Agavendicksaft keinen bitteren Nachgeschmack, weshalb er sich auch bestens für Süßspeisen wie Kuchen eignet. Allerdings hat er einen sehr hohen Fructosegehalt, weshalb er für Fructose-intolerante Menschen eher ungeeignet ist. Auch ohne Intoleranz sollte Fructose nicht übermäßig konsumiert werden, da sie sich ungünstig auf den Stoffwechsel auswirken kann.
  • Honig:
    Honig wird schon sehr lange als Süßungs- und auch als Heilmittel verwendet, aufgrund seiner entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkung. Allerdings ist er nicht viel kalorienärmer als weißer Zucker. Dafür ist die Süßkraft stärker, da der Fruktose-Anteil höher ist und somit reichen geringere Mengen zum Süßen aus. Im Großen und Ganzen kann Honig schon als gesündere Alternative zum Zucker bezeichnet werden – aber auch hier macht die Dosis das Gift.
  • Ahornsirup:
    Der Vorteil des Ahornsirups gegenüber des Zuckers oder auch Honigs ist, dass er aufgrund seines hohen Wassergehalts von etwa 45 Prozent weniger Kalorien hat. Zudem hat er ebenfalls antioxidative Effekte wie der Honig. Trotzdem hat Ahornsirup einen sehr hohen Zuckeranteil, weshalb er beim glykämischen Index nicht gerade gut abschneidet – somit den Blutzuckerspiegel relativ stark ansteigen lässt. Auch hier gilt: In Maßen statt in Massen.
  • Birkenzucker/Xylit:
    Wie der Name schon vermuten lässt, wird Birkenzucker – oder Xylit genannt – aus der Rinde der Birke gewonnen, allerdings wird er mittlerweile auch oft aus den Resten von Maiskolben hergestellt. Birkenzucker hat rund 40 Prozent weniger Kalorien als weißer Zucker und beeinflusst den Blutzuckerspiegel nur gering. Die Süßkraft ist in etwa so stark wie beim Zucker, aber zu große Mengen können Blähungen und im schlimmsten Fall sogar Durchfall verursachen.

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Fazit zu den „gesunden“ Zucker-Alternativen

Die Übersicht zeigt, dass die Zuckerersatz-Produkte nicht bedenkenlos als Alternative hergenommen werden sollten. Zwar bieten einige von ihnen gesündere Inhaltsstoffe als herkömmlicher Zucker, aber der Zuckergehalt ist in der Regel trotzdem nicht viel geringer. Sowohl beim raffinierten weißen Zucker als auch bei den Alternativen wird empfohlen, diese nur in geringen Mengen zu verwenden. (ök) *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Mit Schummelei zur schlanken Linie?

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Marina Lommel ist Ernährungswissenschaftlerin und Inhaberin der digitalen Ernährungsberatung Foodpunk aus München. Foto: Mitya Kolomiyets © Mitya Kolomiyets
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Ökotrophologe Günter Wagner arbeitet beim Deutschen Institut für Sporternährung in Bad Nauheim. Foto: Frank Baumhammel
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