Impressionen von Venedig und Marrakesch

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Traunstein - Selbst Petrus schloss sich dem Wechselspiel der Ruhpoldinger Künstlerin an und schickte Regen und Sonne.

Eine Fülle von Farbexplosionen präsentierte die Malerin bei ihrer Ausstellung im Traunsteiner Kulturzentrum und zog dabei am vergangenen Sonntag einen stimmigen Bogen zwischen Malerei und Musik, Venedig und Marrakesch, untermalt mit hintergründiger Kunstphilosophie. Trotz orientalischer Atmosphäre, dominierte an diesem Tag die italienische Lagunenstadt in ihren vielen Gesichtern. Mit geübten Pinselstrichen gelang es der Künstlerin, während eines mehrtägigen Aufenthalts in der Provinzhauptstadt, das unverkennbare Flair Venedigs einzufangen.

Konträr dagegen die Werke von Marrakesch. Hier spiegeln sich die zwiespältigen Empfindungen der Künstlerin wider. Einerseits entflammt eine üppige morgenländische Farbenpracht in den Bildern der marokkanischen Stadt, andererseits vermitteln die zarten schwarzen Balken den einhergehenden Verlust der Schönheit dieser nordafrikanischen Metropole. Großen Beifall ernteten auch die jungen Salzburger Künstler. Eva Leitner, Sopran, begleitet von Johannes Wilhelm am Klavier. Abgerundet wurde dieser Tag mit kunstphilosophischen Ansichten von Andreas Seiverth.

Es war ein gelungenes Experiment von Monika Nagl-Eder, bei dem so mancher Besucher den Weg an diesem Sonntag auch zweimal in das Traunsteiner Kulturzentrum fand und es zeigte sich, dass gerade in krisengeschüttelten Zeiten, Momente der Kunst, positive Akzente setzen.

Johanna v. Knoerzer-Suckow

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