Advent in Stadt und Museum

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Maike Gildenast schmückt den Bauernhaus-Baum. Der ist aus Plastik, damit keine Schädlinge ins Museum kommen. Die Strohsterne hat sie selbst gebastelt, außerdem schmücken den Baum wie in alten Zeiten goldene Walnüsse, Modeln aus Ton, Bienenwachskerzen, die mit einem Draht am Zweig befestigt werden, rote Äpfel und rote Blüten aus Papier - Kugeln gab es noch nicht.

Wasserburg - Die Stadtkapelle spielt und der Wasserburger Weihnachtsengel kommt: Am Freitag wird um 17 Uhr der Wasserburger Christkindlmarkt ofiziell eröffnet.

Vieles ist an den kommenden vier Adventswochenenden geboten, Bewährtes wie die Perchten, Neues wie Ponyreiten oder Weihnachtstänze in der

10.000 Programmhefte für den Wasserburger Christkindlmarkt hat der Wirtschaftsförderungsverband drucken lassen. Die bekommen unter anderem 200 Busunternehmen, "wir schreiben Betriebe bis nach Franken an", sagt Heinz Forstmaier, der mit Christoph Klobeck den Christkindlmarkt organisiert. Mit allen Standanbietern und Handwerker machen sie sich schon im April bei der ersten von zwei Sitzungen im Jahr Gedanken für die kommende Adventszeit.

Erster Advent ist am Sonntag, ab Freitag sind die Hütten beim Rathaus und in der Frauengasse sowie das Winterbasarzelt in der Hofstatt geöffnet, wie jedes Jahr an den kommenden vier Wochenenden, freitags, samstags und sonntags von 12 bis 20 Uhr. Von Haus- und Handschuhen aus Lammfell, über Kunsthandwerk aus aller Welt, Speck und Gewürzen reicht im Basarzelt wieder das Angebot. Schmuck und Kerzen gehören wie gewohnt zum Angebot beim Christkindlmarkt, natürlich auch Glühwein, Apfelpunsch und von der Stadtgarde Feuerzangenbowle. Wie immer in der Salzsenderzeile ist die Lederer-Gmoa mit Jagertee und Gulaschsuppe, daneben knattert der Kinderzug und gibt es Baumstriezel.

Zu den Neuigkeiten gehören drei Jazz-Konzerte im Zelt und in der Frauenkirche, Kinder im Alter zwischen neun und elf Jahren dürfen in der Wasserburger Backstube Plätzchen backen, Kindergartenkinder zeigen anderen Kindern zweimal "Kasperl auf der Suche nach Schnee", an den drei Samstagen 8., 15. und 22. Dezember ist auch im Gwandhaus Gruber Kasperltheater um 15 Uhr. Angela Bassano kommt mit zwei Ponys, auf denen Kinder eine Runde durch die Stadt reiten können, das Tanzstudio Belacqua zeigt an drei Sonntagen Weihnachtstänze in der Frauengasse und bereits am kommenden Freitag stellt das Ensemle "es BRASSivo" seine Weihnachts-CD von 18 bis 19 Uhr vor. Abgesagt, als es zu spät war, das Theaterstück aus dem Programm zu streichen, hat der Theaterkreis. Die drei Krippenspiele fallen aus.

Ein Wiedersehen gibt es mit den Grenzlandperchten aus Laufen am 15. Dezember, dem Dorfschmied in der Salzsenderzeile, Nikolaus und Krampus kommen mit der Kutsche am zweiten Adventswochenende und, auf das freut sich Heinz Forstmaier besonders, die Kosaken singen wieder in der Frauengasse, am 21. Dezember von 18.30 bis 19.30 Uhr. Die Turmbläser sind an den kommenden vier Sonntagen von 17.30 bis 18.30 Uhr zu hören. Und in der Backstube lesen an den vier Adventssonntagen Irene Kristen-Deliano und Ilona Picha Höberth eine Stunde ab 14.30 Uhr aus ihren Büchern.

Vormerken: Das Ehepaar Guilhermet aus Frankreich ist von Freitag, 14., bis Sonntag, 16. Dezember, mit seinen Grenobler Walnüssen, Walnussölen und Kirschprodukten auf dem Christkindlmarkt. Im Wasserburger Museum ist an allen vier Adventswochenenden die Ausstellung "Aus dem Nähkästchen geplaudert" rund um Sprichwörter und Redensarten weiter zu sehen. Aber etwas Weihnachtliches sollte das Museum in der Adventszeit doch haben und so schmücken Sonja Fehler und Maike Gildenast gerade für "Weihnachten im Museum" das Haus festlich. Auf den Tischen in den Bauernstuben stehen Paradeisl und Adventskranz, unter den Betten schauen gefüllte Nikolausstiefel hervor, auf den Truhen blühen Barbarazweige, es gibt einen Krippenweg und die Puppenstuben sind festlich hergerichtet. Sonderöffnungszeiten an den Adventswochenenden sind von Freitag bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr, am 24. und 25. Dezember ist das Haus geschlossen. Zur Eröffnung am kommenden Freitag ist bei freiem Eintritt von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Für die Besucher gibt es sogar Plätzchen nach alten Rezepten, sie können probieren wie die aus der Nachkriegszeit mit Zuckerrübensirup als Zuckerersatz schmecken oder auch eine Sorte mit extra viel Butter und Zucker.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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