"Baumeister-Bob" raste allen davon

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Manche Stürze endeten glimpflich, obwohl sie auf den ersten Blick mitunter sehr spektakulär aussahen.

Greimharting - Glück hatte der Greimhartinger Jugendverein bei seinem vierten Kanapeerennen. Es lag nicht nur genügend Schnee auf der Scheringer Leitn der Ratzinger Höhe, auch das Wetter spielte mit. **Faschings-Special**

2000 Zuschauer säumten die Strecke. Aus dem ganzen Chiemgau waren Schaulustige gekommen, um sich das Spektakel nicht entgehen zu lassen. Der Jugendverein wurde dafür belohnt, dass er das Gaudirennen witterungsbedingt verschoben hatte.

Faschings-Special

Eigentlich sollte das Gaudirennen seit 1999 im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgetragen werden. Aber nur 2003 und 2005 lag genug Schnee.

Siegerzeit: 45,6 Sekunden

Diesmal passte alles. 14 originelle Kanapees gingen an den Start. Der "Baumeister-Bob", ein originelles Gefährt aus Rimsting, war der schnellste Untersatz. Zwischen vielen Fichtenzweigen als Dekoration saßen urige Wilderer. Sie schafften die rund 500 Meter lange Abfahrtstrecke mit ihrem zünftigen Gefährt in den beiden Durchgängen in 22,4 und 23,2 Sekunden.

Mit einer Gesamtzeit von 45,6 Sekunden aus beiden Läufen verwies der "Baumeister-Bob" die "Holzhacker mobil", eine zusammenwürfelte Mannschaft aus mehreren Nachbarorten, die für ihre beiden Fahrten 46,7 Sekunden brauchte, knapp auf Platz zwei. Den dritten Preis erfuhr sich mit einer Gesamtzeit von 49,5 Sekunden der "Sautrog-Express" aus Söllhuben.

Einen Preis gab es auch für den originellsten Schlitten, den "Scheißheisl-Bob" der Jungbauernschaft Neukirchen. Für Aufsehen sorgten aber auch die "Schneefrittchen" aus Söllhuben. Die einzige Damenmannschaft stürzte zwar beim Sprung über einen künstlich angelegten Schneebuckel, erreichte aber trotzdem noch schiebend das Ziel.

Die Abfahrtsstrecke hatte durchaus ihre Tücken. Die erste Hälfte war ziemlich steil. Deshalb kamen die meisten Kanapees mit viel Schwung zu einem breiten Schneebuckel, der etwa auf halber Distanz aufgetürmt worden war.

Manche, die das Hindernis noch ohne Sturz meistern konnten, bekamen in der folgenden Linkskurve ihre Probleme und landeten im Schnee. Zumindest mit den Resten ihres Untersatzes und vereinten Kräften schafften es aber alle noch bis ins Ziel und konnten beim zweiten Durchgang mitmachen. Über größere Blessuren der Piloten und Beifahrer wurde nichts bekannt, zwei Einsatzwagen des Roten Kreuzes mussten nicht eingreifen.

Treffend kommentiert wurde das Gaudi-Rennen für die Zuschauer am Streckenrand von den beiden Greimhartingern Florian Mayer und Sigi Huber.

Die riesige Schneebar, an der sich die vielen Zuschauer mit Glühwein aufwärmen konnten, war ständig dicht umlagert.

Bei der Siegesfeier war die benachbarte Bauernhaustenne überfüllt. Die Urkunden verlieh Jugendvereinsvorstand Hans Riepertinger.

th/Chiemgau-Zeitung

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