Vor dem Fasching ist nach dem Fasching

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Präsidentin Karin Schröer freut sich auf den Hofball im Kongresshaus am Samstag, 12. Februar.

Berchtesgaden – Freudig blickt Karin Schröer, die Präsidentin der Berchtesgadener Faschingsgilde, in die Zukunft. Mit dem Prinzenpaar des letzten Jahres hat man einen Glücksgriff getätigt, sagt Schröer.

Denn neben ihren gemeisterten Aufgaben in der Rolle des Prinzen und der Prinzessin haben sie sich in die Gilde eingebracht und werden auch zukünftig eine tragende Rolle im Verein spielen. Präsidentin Schröer freut sich über diese Entwicklung, darüber, dass die Gilde dadurch jugendhaften Aufwind erfährt. Auch das Highlight des Jahres steht kurz bevor: Beim Hofball im Kongresshaus Berchtesgaden erwartet die Berchtesgadener Faschingsgilde am 12. Februar etwa 300 Aktive befreundeter Vereine.

Geboten werden soll eine Menge: Darbietungen jeglicher Art, eine große Tombola, begleitende Musik und viel Tanz. „Eigentlich ist man das ganze Jahr über beschäftigt“, sagt Schröer. Vor dem Fasching ist nach dem Fasching, so ihr Motto, das geradezu dazu anstachelt, aktiv zu bleiben, das Wichtige nicht aus dem Blick zu verlieren. Zur Ruhe komme Karin Schröer daher nur selten: „Ich stecke bereits inmitten der Planungen für die kommende Faschingssaison“.

Auch mit von der (Faschings-)Partie und frisch vom Tanzkurs zurück: Seine Tollität Prinz Markus I., der Swingende, von der Salsaburg sowie Ihre Lieblichkeit Prinzessin Loredana I., die Fröhliche, aus dem Watzeland.

Welche Kostüme werden für die diversen Besuche von Straßenumzügen gewählt, welche befreundeten Gilden geladen, die zum nächsten Hofball erscheinen? Viel Feingefühl findet sich in Schröers Arbeit – „immerhin ist der Hofball unsere einzige Einnahmequelle“, sagt sie. Da muss das Programm gut gewählt sein, die Tombola mit Preisen heimischer Unternehmen gut bestückt werden. Früher, schwelgt die Präsidentin, gab es noch ein Jahresessen, auf Kosten der Berchtesgadener Faschingsgilde. Heutzutage kaum denkbar. Das Geld fehlt, auch das Interesse am Fasching im Allgemeinen ist rückläufig.

Versteckt lägen die Gründe - Schröers Erachtens nach - im übergroßen Freizeitangebot. Ebenso wolle man sich oft nicht vereinsmäßig binden, frei sein in seinen Entscheidungen. Es ist also der Nachwuchs, der fehlt, der aber mit dem ehemaligen Prinzenpaar und weiteren Gilden-Neuzugängen dennoch nachrückt. Im Idealfall wird der Kongresshaussaal – mehrere hundert Leute fassend – voll besetzt sein, hofft Schröer. „Letztes Jahr war der Ball sehr schön“, sagt sie, aber die zahlenden Gäste hätten zahlreicher erscheinen können.

Auch ist der Fasching in diesem Jahr sehr lang, bis zum 8. März dauert dieser. Oft sei das Problem, dass sich „viele Termine überschneiden“, sagt sie – insbesondere bei jenen, die aktiv in einer Faschingsgilde sind. Einladungen, Gegeneinladungen, Prinzenpaarvorstellungen, Straßenumzüge. Auch soziale Verpflichtungen gehören in den prall gefüllten Terminkalender: Es habe sich bewährt, jedes Jahr das Bürgerheim zu besuchen, die Felicitas, die Insula. Alte Leute freuten sich über den Besuch von Prinz und Prinzessin, weil das für Abwechslung sorge, zum Mitlachen verleite.

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Bis zum Ende der Faschingssaison, die im direkten Vergleich zum Karneval auf Brauchtum basiere, hat die Berchtesgadener Faschingsgilde noch viel geplant. Nach dem Hofball steht einen Tag später der große, von der Kurdirektion initiierte Kinderfasching auf dem Programm. „Da sind wir nur Gäste. Wir krönen das Kinder-Prinzenpaar“, berichtet Schröer. Darüber hinaus warten einige Besuche befreundeter Faschingsgilden, etwa der Nachtumzug in Kuchl am 19. Februar. Nach Trostberg oder Teisendorf werde es wohl auch gehen, man stecke inmitten der Vorbereitungen.

Zwischenzeitlich hat das Prinzenpaar, Seine Tollität Prinz Markus I., der Swingende von der Salsaburg, sowie Ihre Lieblichkeit Prinzessin Loredana I., die Fröhliche aus dem Watzeland, einen mehrmonatigen Tanzkurs absolviert, in Salzburg. Von dort stammt Berchtesgadens Prinz. Das gemeinsame Tanzen bereite ihnen viel Freude, betreut werden die beiden Neuen vom bereits angestammten Ex-Prinzenpaar, erfahren genug und „endlich uns aktiv unterstützend“. Die Gilde stärke das deutlich, freut sich Präsidentin Schröer, die gerne jeden Faschingsfreund – darunter auch alle, die es noch werden möchten – zum Hofball im Kongresshaus einlädt. Dieser findet am Samstag, 12. Februar, um 19.30 Uhr im Kongresshaus in Berchtesgaden statt. Karten gibt es bei der Kurdirektion in Berchtesgaden oder bei Karin Schröer direkt unter Telefon 08652/2614.

Quelle: BGland24.de

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