Brücke zur Herreninsel?

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Eine Brücke zur Herreninsel als Alternative zur Fähre schlugen diese Narren vor. Fotos thümmler

Breitbrunn - Das Wetter hätte nicht schöner sein können, als sich nach zwei Jahren am gestrigen Faschingsdienstag wieder ein Gaudiwurm durch die Straßen des Chiemseedorfes Breitbrunn schlängelte.

Mehrere tausend Zuschauer sahen 25 schön geschmückte Festwagen und mehrere originell maskierte Fußgruppen. Einige Wagen waren eigens aus den Nachbarorten nach Breitbrunn gekommen, darunter auch der Prinzenwagen mit Garde und Hofstaat aus Aschau.

Eine ganze Reihe von Themen, welche die Breitbrunner in den vergangenen Monaten beschäftigt hatten, fanden sich auf den Wagen wieder. Dass die neue staatliche Lastenfähre "Herrenwörth", die zwischen Breitbrunn-Mühln und der Herreninsel pendelt, reparaturbedingt mehrere Monate im Hafen liegen bleiben musste, bevor alle "Kinderkrankheiten" behoben waren, wurde auf zwei Gaudiwagen treffend dargestellt. "Die Fähre hat Muck'n, bau'n wir halt eine Bruck'n", stand auf einem Wagen zu lesen, mit dem eine eigens für den Gaudiwurm gezimmerte Holzbrücke durch den Ort gefahren wurde.

Faschingsumzug: die Narren

Auch das "Werbe-Slogan- Desaster" von Gstadt fand sich gleich zweimal im Zug wieder. Die Gemeinde hatte vor Monaten ein Preisgeld von 100 Euro für den besten Werbespruch ausgelobt, aber keine zündenden Ideen geerntet. 1000 Euro als Belohnung für einen tollen Spruch wären schon angebracht gewesen, meinten gestern die Narren.

Faschingsumzug: der Umzug

Das Funkloch in der Gemeinde Rimsting wurde ebenfalls aufs Korn genommen. Dort haben viele Handybesitzer seit vielen Monaten oft gar keinen Empfang, seit der letzte Mobilfunkmast abgeschaltet wurde.

Für das nächste Seefest wollen die Goaßwinkler Goaßlschnalzer einen eigenen Sicherheitsdienst aufbieten, hatten sie doch beim Fest im vergangenen Jahr bei einer Rauferei die Kontrahenten festhalten müssen, bis die Polizei kam. Gestern liefen sie in ihren neuen Dienstuniformen schon einmal Probe.

Mit der Schneeräumung waren einige Breitbrunner offenbar in diesem Winter nicht zufrieden. "Schneepflug-Sabotage" hieß es auf einem vom Rasenmäher zum Schneepflug umgerüsteten Gerät.

Auch eine Reihe überörtlicher Themen waren auf den Wagen zu entdecken, darunter "Bauer sucht Frau vom Schweinestall zur Melkmaschine", der "Raubzug der Schweizer Banken" und der "Klimawandel am Chiemsee".

Zünftig gefeiert wurde nach dem Gaudiwurm noch auf dem Dorfplatz, wo der Jugendklub Breitbrunn-Gstadt als Veranstalter des Zuges eine große Bar aufgestellt hatte. Auch beim "Koniwirt" ging es bis in die Nacht hoch her.

th/Chiemgau-Zeitung

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