Faschingszug Traunstein - Polizeibilanz

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Dieser "Sheriff" hat schonmal gut aufgepasst!

Traunstein - Beim narrischen Umzug in Traunstein hatte die Polizei mit einigen Störungen zu kämpfen. Viele Personen waren bei Kontrollen nach dem Umzug stark alkoholisiert.

Am 05.03.11 fand der traditionelle Faschingszug der Veitsgroma in Traunstein mit anschließender Zeltparty auf dem Stadtplatz statt. Der polizeiliche Schwerpunkt beim Faschingszug lag in diesem Jahr insbesondere auf der Verhinderung des Mitführens von Glasflaschen, da zerbrochene Flaschen immer wieder zu Verletzungen geführt hatten. Durch die Stadt Traunstein war ein entsprechendes Verbot bereits auf dem Festplatz an der Chiemgauhalle während der Aufstellung und im Anschluss während des Faschingszuges erlassen worden.

Nahezu alle Personen auf den beteiligten Festwägen zeigten sich einsichtig. Dennoch waren umfangreiche Kontrollen bei der Abfahrt notwendig, um das Verbot zu einem großen Teil durchsetzen zu können. Ein stark alkoholisierter 15-jähriger aus Surheim war jedoch völlig uneinsichtig, beleidigte die eingesetzten Beamten massiv und wehrte sich anschließend auch noch gegen die Feststellung seiner Personalien. Ein Alkotest ergab einen Wert weit über 1,5 Promille. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Er wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an Verwandte übergeben.

Faschingszug: Fotos und Video

Ein Festwagen wurde während der Abfahrt nochmals angehalten. Bei der Kontrolle mussten zahlreiche Flaschen entfernt werden. Dabei wurde ein 16-jähriger aus Palling ausfällig und musste daraufhin den Wagen verlassen, weil er offensichtlich stark betrunken war. Hier ergab ein Alkotest einen Wert von rund 2,5 Promille. Auch er wurde an seine Eltern übergeben. Ein weiterer Vorfall mit einer völlig betrunkenen Jugendlichen wurde in der Ludwigstr. registriert, wo eine 14-jährige aus Traunstein in der Toilette eines Lokals nicht mehr ansprechbar aufgefunden wurde. Sie musste zur stationären Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Der anschließende Faschingszug verlief störungsfrei bis auf einen Vorfall, bei dem ein 71-jähriger stark betrunkener Traunsteiner andere Zuschauer anpöbelte. Er wurde danach in Ausnüchterungsgewahrsam genommen.

Faschingsspecial:

chiemgau24.de/fasching

Bei der anschließenden Zeltparty, die sehr gut besucht war, kam es zu mehreren Körperverletzungsdelikten, wobei in einem Fall eine Glasflasche als Waffe eingesetzt wurde. Hier gerieten zwei Brüder aus Wonneberg aneinander. Pfefferspray mussten Beamte der Polizeiinspektion Traunstein schließlich einsetzen, um einen randalierenden 45-jährigen Siegsdorfer zu bändigen, der zuvor mit Glasbehältnissen um sich geworfen hatte und dann auf die herbeieilenden Polizeibeamten losging.

Sämtliche Vorfälle standen in Verbindung mit übermäßigem Alkoholgenuss. Lobenswert ist jedoch das Verhalten der meisten der vielen tausend Festbesucher, die zwar ausgelassen, aber friedlich den nahenden Faschingsausklang feierten. Zufrieden zeigte sich auch der Leiter der Polizeiinspektion Traunstein, Polizeirat Rainer Wolf: „Mit einer starken Kräftepräsenz konnten wir unsere Ziele gut umsetzen und waren bei den aufgetretenen Vorfällen stets schnell präsent. Der diesjährige Weg des konsequenten Glasflaschenverbots ist aus unserer Sicht absolut richtig und wird in den kommenden Jahren weiter verfolgt. Unser Dank gilt auch der Veitsgroma Zunft und den eingesetzten Kräften anderer Behörden für die hervorragende Zusammenarbeit.“

Pressemitteilung Polizeiinspektion Traunstein

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