Maskiertes Musikschul-Bambinokonzert im kleinen Kurssal

Für die Kinder in Haiti gespielt

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Mit Begeisterung dabei waren auch die Mädchen und Buben der musikalischen Früherziehung.

Prien - Große und kleine Maschkeras tummelten sich dieser Tage im rappelvollen kleinen Kursaal. Hatten sich doch nicht nur die Mädchen und Buben der Musikschule kostümiert, auch ihre Eltern waren zum Großteil maskiert. Ein Musikschüler-Vater kam sogar als Schwein daher und grunzte von Zeit zu Zeit.

Allerliebst waren die jüngsten Musikanten im Alter von eineinhalb bis drei Jahren anzuschauen: Allerlei Getier neben Prinzessinnen, Zauberern, Indianern oder Piraten. Ein kleiner Bub, höchstens drei Jahre alt, trug eine Lederhose und schob einen dicken Bauch vor sich her. Seine Mama hatte ihm ein Kissen unters Trachtenhemd gestopft.

Erst vier Jahre alt ist Jan Liu - und er spielt schon Geige.

"Kinder, jetzt ist Faschingszeit, jeder trägt ein Narrenkleid", sangen die maskierten Musikzwergerl und "Wir sind Musikanten und wir machen gerne Töne" die Kinder aus der Musik-Früherziehungsgruppe Prien und Greimharting. Da spielten kleine Geiger auf, von denen der jüngste, Jan Liu, gerade vier Jahre zählte. Als erste Solistin zeigte die ein paar Jahre ältere Hannah Bauer am Klavier couragiert ihr Können.

Doch auch fortgeschrittene Musikschüler traten auf wie Johann Winkler mit einer klassischen Sonate auf der Blockflöte oder Lea Fabri mit einem Allegro auf dem Cello. Zu den Musikanten, die bereits seit ein paar Jahren ein Instrument erlernen, gehörte auch Julian Püschel. Für sein Klavierstück "Greensleaves" erntete er viel Beifall. Ebenso die elfjährige Lena Muggenthaler, die souverän die Titelmelodie auf dem Film "Titanic" am Klavier interpretierte.

Es ist schon erstaunlich, dass Mädchen und Buben unter zwölf Jahren Instrumente wie steirische Ziach, Hackbrett oder Schlagzeug erlernen. "Oma, das ist Michael Jackson", rief ein Mädchen aus dem Zuschauerraum, als der kleine Moritz Rados mit scharzer Perücke, Glitzerkostüm und E-Gitarre die Bühne betrat. Völlig cool spielte er den "Blues Riff".

Natürlich hatten sich auch die Lehrer der Musikschule maskiert. Leiterin Brigitte Buckl als "Wickie" führte durchs Programm, stellte Quizfragen an die Kinder im Publikum und belohnte die richtigen Antworten mit Gummibärchen. Zumeist mussten die Mädchen und Buben die Instrumente erraten. Zum Beispiel, dass die große Blockflöte, auf der eine Musiklehrerin ihre Schülerin Johanna Winkler begleitete, eine Altblockflöte war. Oder einen Zwiefachen, der zwischen dem Viervierteltakt der Polka und Dreivierteltakt des Walzers wechselt.

So gestaltete sich das "Maskierte Bambino-Konzert" nicht unterhaltsam, sondern auch recht lehrreich. Und sicherlich wurde so manches Mädchen oder so mancher Bub aus den Zuhörerreihen dazu animiert, ein Instrument an der Musikschule zu erlernen.

Zudem stand das Konzert unter dem Motto "Kinder musizieren für Kinder". Der Erlös aus den Spendenkörbchen - 530 Euro - kommt Kindern auf Haiti zugute, die vom Erdbeben betroffen sind. Die Vorsitzende der Unicef Prien, Ingrid Patschke, wird das Geld weiterleiten.

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