Badriazzo eröffnet Faschingssaison

Kunterbunte Harlekins erobern Wasserburg

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In Harlekin-Kostümen nimmt die Stadtgarde für die Faschingssaison die Stadt Wasserburg ein. 
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Wasserburg - Beim traditionellen Schwarz-Weiß-Ball wird Jahr für Jahr mit festlichen Roben und buntem Show-Programm gefeiert. Der Startschuss für den Fasching 2017 ist mit dem Badriazzo nun am 7. Januar in der Badriahalle gefallen:

Fetzige Musik gab die beliebte Band "tanzbar" in den Pausen zwischen dem 3-Gänge-Menü zum Besten, das Trio Tonale sorgt derweil für ruhigere Klänge während der kulinarischen Genüsse durch den neuen Koch Klaus Schlaipfer. Die Gäste zeigten sich rundum zufrieden - sowohl mit den Bands, als auch mit der neuen Gastronomie. 

Als Überraschungsgast trat die langbeinige Kirsten Lossin aus Wasserburg in der Badriahalle auf - sie wurde auch schon oft im Stadtgebiet auf ihren Stelzen gesichtet. 

Elvis-Double als frappanter Showact

Moderator Harry Petermann begeisterte die Ballbesucher im Laufe des Abends als Elvis-Presley-Imitator auf der Bühne und sorgte mit einer rockigen Einlage, dass das Tanzbein auch fleißig geschwungen wurde. 

Unternehmer, Tanzfans und Lokalpolitiker gaben sich die Ehre, neben Bürgermeister Michael Kölbl auch Wasserburgs Zweiter Bürgermeister Werner Gartner, Bezirksrat Sebastian Friesinger, Wasserburger Stadträte sowie Vertreter der Stadt. Die Veranstalter zeigten sich erfreut, dass das Programm beim Badriazzo so gut ankam

Andrea Aschauer, Mitorganisatorin des Badriazzo sei sehr stolz auf die Garde mit ihrem jedes Jahr aufs Neue einfallsreichem wie mitreißendem Programm.

Thomas Ettenhuber, ehemaliger Präsident der Stadtgarde Wasserburg, gefiel die Atmosphäre heuer "total gut": "Das Esser war lecker, das Ambiente ist schön festlich und nicht zu spießig. Die Band ist weltklasse. Der Badriazzo ist ein Ball für jedermann - ich fühle mich hier pudelwohl und bin schon sehr gespannt auf den Auftritt der Gardemädls."

Die Ballbesucher des Badriazzo in Wasserburg

Harlekins erobern die Stadt mit düster-buntem Showprogramm

Um Mitternacht sorgte die Stadtgarde dann auch für einen fulminanten Auftakt der Faschingssaison. "Im 16. Jahrhundert treiben die Harlekins ihr Unwesen in Wasserburg. Sie spielen mit den Fäden des Kosmos und lassen sich dabei niemals erwischen." Mit diesen Worten läutete Hofmarschall Bina Sinzinger das Motto der fünften Jahreszeit ein. 

Und mit den ersten Klängen von Michael Jacksons "Thriller" legte die in schwarz-weißen Flicken kostümierte Garde als Spaßmacher in buntem Kostüm auch schon los. Weil die Harlekins der Wortherkunft nach auch als "kleine Teufelchen" verschrien sind, machten sogleich die Ghostbusters mit gleichnamigen Song Jagd auf die bösen Geister und trieben die Harlekins zu einem weiteren bunten Kostümwechsel. 

Das herausragende, zu Beginn etwas düster anmutende Tanz-Programm wurde mit einem tosenden Applaus belohnt, bevor es an den wohl wichtigsten Teil des Badriazzo-Faschingsball ging: Der Übergabe des Rathausschlüssels.

Harlekins nehmen die Faschings-Stadt Wasserburg ein

Harlekins regieren nun offiziell die Stadt

Bürgermeister Michael Kölbl gab den Schlüssel mit gemischten Gefühlen aus der Hand. "Gerne übergebe ich ihn euch, weil ich die fünfte Jahreszeit sehr mag", so Kölbl. Nicht so gerne, weil er selbst gerne im Rathaus regiere.

"Außerdem", witzelte Wasserburgs Bürgermeister, "wer macht denn nun die Haushaltsplanung nächste Woche?" 

Nichtsdestotrotz musste er den Rathausschlüsssel aus seiner Obhut geben und auch die Haushaltsplanung bleibt ihm wohl nicht erspart: "Ich beuge mich eurem Wunsch und darf euch für die Faschingssaison viel Freude beim Regieren wünschen", erklärte das Stadtoberhaupt, der für die Übergabe des Schlüssels als Entschädigung einen Orden von Hofmarschall Bina Sinzinger erhielt. 

Kölbl freue sich zudem sehr, dass der Generationenwechsel bei der Garde so reibungslos über die Bühne gegangen sei. "Der Schlüssel wird bei euch Jungen schon gut aufgehoben sein", lacht Kölbl.

Zu guter Letzt forderte Sinzinger den Bürgermeister auf, seine Wette, mit einem Drittel der Stadträte beim Faschingsevent "Wasserburg wackelt" dabei zu sein, auch einzuhalten. Doch Kölbl meinte grinsend, Anfang Februar verabschiede er sich in den Urlaub und gab die Aufgabe gleich an den Zweiten Bürgermeister Werner Gartner ab. Der war erst skeptisch, ob er denn auch acht Räte für den Fasching begeistern könne, "ich freu mich aber sehr auf die neue Herausforderung in der fünften Jahreszeit", so Garnter. 

mb

 

Quelle: rosenheim24.de

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