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Nachhaken lohnt sich

Geflüchtete aufnehmen: So erweitert Ihr kostenlos Euren Versicherungsschutz

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Versicherungsschutz erweitern: Das müsst Ihr beachten

Viele Deutsche wollen den kriegsgebeutelten Ukrainern helfen und nehmen Geflüchtete bei sich zu Hause auf. Versicherungen zeigen sich in diesem Fall oft kulant. Lest hier, wie Ihr Eure Versicherung beitragsfrei erweitern könnt.

Wer Geflüchtete aus der Ukraine bei sich zuhause aufnimmt, sollte auch deren Versicherungsschutz im Auge behalten, um unnötige Kosten zu vermeiden. Mieter haften gegenüber ihrem Vermieter für sämtliche Schäden, die ihre Gäste verursachen.

Aber auch Eigentümer bleiben gegebenenfalls auf ihren Kosten sitzen, wenn wichtige Versicherungen wie eine Haftpflichtversicherung fehlt. Um sich abzusichern, sollten Helfer ihre Versicherung kontaktieren.

Oft kostenlose Erweiterung des Versicherungsschutzes möglich

Ein Anruf bei der Versicherungsgesellschaft kann sich für Flüchtlingshelfer richtig lohnen, denn häufig erweitern die Anbieter bestehende Versicherungspolicen für Geflüchtete kostenlos. Darauf weist die Verbraucherzentrale NRW hin.

Geflüchtete lassen sich also häufig gratis mitversichern und erhalten im Falle eines Falles den vereinbarten Versicherungsschutz. Besonders bei diesen Versicherungen lohnt es sich für Helfer, nachzuhaken:

  • Privathaftpflichtversicherung: Der Versicherungsumfang kann auf die aufgenommenen Flüchtlinge ausgedehnt werden. Viele Kommunen bieten auch sogenannte Sammelversicherungen an, unter denen alle angekommenen Geflüchteten pauschal versichert werden.
  • Rechtsschutzversicherung: Kostenlose Erstberatung für Helfer und Geflüchtete möglich.
  • Hausratversicherung: Typische Alltags- und Hausratgegenstände der Geflüchteten werden als fremdes Eigentum in den Versicherungsschutz eingeschlossen, ebenso wie neu gekaufte Kleidung. Die Versicherungssumme muss dann jedoch gegebenenfalls erhöht werden.
  • Wohngebäudeversicherung: Hier besteht laut Verbraucherzentrale kein Grund zur Erweiterung des Versicherungsschutzes.
  • Kfz-Haftpflichtversicherung: Die deutschen Kfz-Haftpflichtversicherer übernehmen vorläufig bis zum 31. Mai 2022 sämtliche Schäden, die durch einen ukrainischen Pkw in Deutschland verursacht werden. „Im Falle eines Unfalls gilt für Geschädigte dann die Mindestdeckungssumme. Diese liegt für Personenschäden bei 7,5 Mio. Euro, für Sachschäden bei 1,22 Mio. Euro und für Vermögensschäden bei 50.000 Euro“, informiert die Verbraucherzentrale.
  • Tierhalterhaftpflichtversicherung: Mitgebrachte Haustiere aus der Ukraine können mitversichert werden.

Die Verbraucherzentrale rät, die entsprechenden Konditionen bei den Versicherungsgesellschaften aktiv zu erfragen und sich diese schriftlich bestätigen zu lassen. In einigen Fällen wird der Versicherungsschutz sogar automatisch angepasst.

ID/red

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