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Geringverdienende

Geringverdienend trotz Vollzeitjob: Diese Branchen sind betroffen

Wenig Lohn trotz Vollzeitarbeit – das trifft auf fast ein Fünftel der Beschäftigten in Deutschland zu. Sie gehören zu den Geringverdienenden.

„Fast ein Fünftel der Beschäftigten kommt trotz Vollzeit nur auf einen niedrigen Monatsverdienst“, das geht aus einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor. Diese untersuchte, in welchen Branchen und Regionen der Anteil der geringverdienenden Menschen mit Vollzeitstelle besonders hoch ist.

Geringverdienend trotz Vollzeitstelle – 2020 waren das knapp 19 Prozent der Beschäftigten

Geringverdienend sind laut Hans-Böckler-Stiftung Menschen mit einem Bruttoarbeitsentgelt unter 2284 Euro im Monat. Das betraf im Jahr 2020 knapp 19 Prozent der Beschäftigten. Damit verdienen sie trotz Vollzeitarbeit „weniger als zwei Drittel des mittleren monatlichen Bruttoarbeitsentgeltes aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten“.

Wenig Lohn trotz Vollzeitarbeit – das trifft auf fast ein Fünftel der Beschäftigten in Deutschland zu. Sie gehören zu den Geringverdienenden.

Geringverdienend trotz Vollzeitstelle: Frauen und junge Vollzeitbeschäftigte besonders betroffen

Bei der Studie ist herausgekommen, dass es bestimmte Bevölkerungsgruppen gibt, die besonders häufig mit niedrigem Lohn trotz Vollzeitarbeit auskommen müssen. Dazu zählen Frauen, junge Vollzeitbeschäftigte, solche mit ausländischer Staatsbürgerschaft und Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Im Vergleich zwischen Ost- und Westdeutschland ist ebenfalls ein Unterschied erkennbar, so gibt es in Ostdeutschland einen höheren Anteil an Geringverdienenden.

Geringverdienend trotz Vollzeitstelle: graduelle Verbesserungen

Mit knapp 19 Prozent an geringverdienenden Menschen trotz Vollzeitstelle im Jahr 2020 sank die Zahl der Betroffenen. Im Jahr 2011 galten 21,1 Prozent als geringverdienend, im gleichen Zeitraum stieg die Zwei-Drittel-Verdienstgrenze um zehn Prozent. In Ostdeutschland war ein stärkerer Rückgang erkennbar, das liege laut Verantwortlichen aber daran, dass Ostdeutschland ein höheres Ausgangsniveau als Westdeutschland gehabt habe. Die Studie zeigt, dass der Unterschied zwischen den geringverdienenden Menschen in Ost- und Westdeutschland weiterhin deutlich bleibt. In ostdeutschen Städten und Landkreisen seien die Quoten der Geringverdiendenen häufig bei 30 Prozent. Städte im Westen blieben unter dieser Marke, wenn teilweise nur knapp, heißt es in der Studie.

„Unsere Analyse zeigt einerseits einige positive Tendenzen: In den letzten Jahren ist es gelungen, den unteren Entgeltbereich zurückzudrängen“, sagt Helge Emmler, ein Forscher des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI). Weiter heißt es: „Die geplante Anhebung des Mindestlohnes auf 12 Euro ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Um hier weiterzukommen, ist darüber hinaus eine Stärkung der Tarifbindung erforderlich.“ Der Mindestlohn soll zum 01. Oktober auf 12 Euro angehoben werden.

Die Zeit vor dem Euro: Wer kennt diese Währungen noch?

Belgische Franc
Vor dem Euro und zwar von 1832 bis 2001 war die Währung Belgiens der Belgische Franken bzw. Belgische Franc. © Johan/Imago
Belgische Franken
Während er in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens Franken genannt wurde, war er in Deutschland und Österreich meist als Franc bekannt. 1 Franc ergab 100 Centimes. © Paolo77/Imago
D-Mark-Scheine und Pfennigmünzen
Diese Scheinchen und Münzen dürften Ihnen bekannt vorkommen. Haben Sie noch D-Mark und Pfennig zuhause? © Imago
Estnische Krone
Von 1928 bis 1940 und von 1992 bis 2010 war die Estnische Krone die Währung Estlands. In der Zeit dazwischen war Estland von der Sowjetunion annektiert worden – zur gemeinsamen Währung wurde der Sowjetische Rubel. Seit dem Beitritt Estlands am 1. Januar 2011 in die Europäische Währungsunion zahlt man in dem baltischen Staat mit Euro. © Johan/Imago
Finnische Mark
Die Finnische Bank tauschte noch bis Ende Februar 2012 Finnische Mark und Pfennig in Euro um. Seitdem hat die Währung, die umgangssprachlich in Deutschland auch Finnmark genannt wurde, nur noch Sammlerwert.  © Janusz Pienkowski/Imago
Französische Franc
Der Französische Franc, ehemalige Währung in Frankreich, zirkulierte auch in Monaco parallel zum Monegassischen Franc und war einziges gesetzliches Zahlungsmittel in Andorra. © Marek Uliasz/Imago
Monegassischer Franc
Der Monegassische Franc des Fürstentums Monaco war paritätisch an den Französischen Franc gebunden und auch in Frankreich gesetzliches Zahlungsmittel, da eine Währungsunion zwischen Monaco und Frankreich besteht. © Ivan Vdovin/Imago
Griechische Drachme
Die Drachme gilt als älteste Währungseinheit der Welt, denn schon in der Antike zahlte man mit Drachmen. Mit der Einführung des Euro ging in Griechenland eine Ära zu Ende. © CSP_majaan/Imago
Irischer Pfund
Beim Irischen Pfund galt, ebenso wie beim Britischen Pfund, 100 Pence = 1 Pfund. © Schöning/Imago
Italienische Lira
Mit Italienischer Lira bezahlte man vor der Einführung des Euro in Italien, San Marino und in der Vatikanstadt. © Imago

Geringverdienend trotz Vollzeitstelle: Diese Branchen sind betroffen

Die Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass 2020 besonders folgende Branchen von Niedriglöhnen betroffen waren:

  • Gastgewerbe: 68,9 Prozent
  • Leiharbeit: 67,9 Prozent
  • Land- und Forstwirtschaft: 52,7 Prozent
  • Kunst, Unterhaltung: 33,2 Prozent
  • Verkehr und Lagerei: 28,3 Prozent
  • Handel: 24,9 Prozent
  • Sozialwesen: 19,5 Prozent
  • Gesundheitswesen: 17,8 Prozent
  • Industrie: 11,5 Prozent
  • Finanzen und Versicherungen: 4,2 Prozent
  • Öffentlicher Dienst: 2,5 Prozent
  • insgesamt: 18,7 Prozent

Auch die jeweilige Ausbildung und Qualifikation spiele eine Rolle: Besonders Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung sind gefährdet, geringverdienend zu sein. 40,8 Prozent von ihnen galten als Geringverdienend, bei Menschen mit Berufsabschluss lag die Quote bei 17,8 Prozent. Bei Menschen mit Hochschulabschluss verringerte sich die Quote noch einmal auf 4,9 Prozent.

Rubriklistenbild: ©  Frank Hoermann, Sven Simon/Imago

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