Coronakrise

Kinderbonus von 300 Euro beschlossen: Wann und wie wird das Geld an Eltern ausbezahlt?

Millionen Familien in Deutschland können sich freuen: Wegen der Corona-Krise sollen Familien mit Kindern finanziell unterstützt werden. Wann und wie kommt der Kinderbonus?

  • Wegen der Corona-Krise sollen Familien mit Kindern finanziell unterstützt werden.
  • Darauf hatten sich die Koalitionsspitzen geeinigt - der Bundestag hat dem zugestimmt.
  • Geplant ist ein sogenannter Kinderbonus, bei dem einmalig 300 Euro pro Kind gezahlt werden sollen.

Kinderbonus von 300 Euro ist beschlossen

Update vom 29.06.2020: Der Bundestag hat wichtige Teile des Konjunkturpakets beschlossen - darunter auch den Kinderbonus von 300 Euro für jedes kindergeldberechtigte Kind, wie "Tagesschau.de" berichtet. Die ersten 200 Euro sollen demnach im September mit dem Kindergeld ausgezahlt werden, die restlichen 100 Euro im Oktober. Der Kinderbonus werde nicht auf die Grundsicherung angerechnet, bei Besserverdienern jedoch mit dem steuerlichen Kinderfreibetrag verrechnet - wodurch vor allem Familien mit weniger Geld profitieren sollen.


Kabinett will Kinderbonus beschließen

Update vom 12.6.2020: Am Freitag will die Bundesregierung neue Entlastungen wegen der Corona-Krise auf den Weg bringen. Es muss schnell gehen - denn einige Maßnahmen sollen schon zum 1. Juli wirken. Auch der geplante Kinderbonus ist ein Thema. So sollen Familien in den nächsten Monat einen Zuschlag aufs Kindergeld bekommen. Es ist ein Bonus von 300 Euro pro Kind geplant - und dieser soll in drei Raten aufs Konto kommen. Der Zuschuss wird bei der Einkommensteuer mit den Kinderfreibeträgen verrechnet, aber nicht auf die Grundsicherung angerechnet, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Dadurch profitieren Geringverdiener stärker vom Corona-Bonus als Vielverdiener. Je höher das Einkommen der Eltern, desto weniger bleibe nach der Steuererklärung* von der Extrazahlung übrig.


In voller Höhe bleiben die 300 Euro laut dpa nur dann, wenn verheiratete Eltern mit einem Kind nicht mehr als 67.800 Euro Jahreseinkommen haben. Ab etwa 85.900 Euro Einkommen haben diese Eltern vom Kinderbonus demnach nichts mehr.

Nach der Kabinettsentscheidung am Freitag sind Sondersitzungen von Bundestag und Bundesrat geplant.

Update vom 9.6.2020: 300 Euro extra pro Kind - wer vor allem davon profitiert

Familien mit Kindern sollen nach den Plänen der Bundesregierung mit dem sogenannten Kinderbonus finanziell unterstützt werden. "300 Euro pro Kind sollen voraussichtlich in drei Raten ausgezahlt werden. Gekoppelt werden soll die Leistung an das Kindergeld, das sich dann folglich drei Mal um 100 Euro pro Monat erhöht", schreibt ntv.de. Die 300 Euro extra pro Kind werden demnach bei der Einkommensteuer mit den Kinderfreibeträgen verrechnet. Will heißen: Nicht alle Eltern profitieren von der zusätzlichen Leistung gleichermaßen, wie Uwe Rauhöft vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) dem Portal zufolge erklärt.

Freuen dürfen sich Eltern mit niedrigerem Einkommen: "Nicht verheiratete Eltern profitieren bis zu einem Einkommen von rund 33.900 Euro in voller Höhe vom Kinderbonus", habe Rauhöft ausgerechnet. "Verheiratete Eltern profitieren bis zu einer Einkommensgrenze von 67.800 Euro."

Verdienten Eltern mehr, berichtet ntv.de zudem, brächten die Kinderfreibeträge über die Einkommensteuerveranlagung normalerweise mehr Entlastung als das im Laufe des Jahres gezahlte Kindergeld. Für 2020 bleibe es jedoch auch für diese Eltern meist beim Kindergeld einschließlich Kinderbonus.

"Erst ab einem Einkommen von mehr als 85.900 Euro wirken sich die Freibeträge für 2020 über das Kindergeld hinaus steuerentlastend aus", sagte Rauhöft dem Portal zufolge. Bei unverheirateten Eltern liege diese Grenze bei 42.950 Euro, schreibt das Portal.

"Ab diesem Einkommen wird der zunächst gezahlte Kinderbonus bei der Einkommensteuerklärung* 2020 wieder komplett verrechnet", wird der Experte dort weiter zitiert. "Folglich kommt der vorgesehene Bonus nur Eltern mit geringen und mittleren Einkommen zugute."

Lesen Sie hier: Mehr Geld für Familien in der Coronakrise: Kennen Sie den Notfall-Kinderzuschlag

Update vom 5.6.2020: So wird der Kinderbonus an Familien ausbezahlt

In der Corona-Krise sollen Familien mit Kindern den sogenannten Kinderbonus bekommen. Wie wird er ausbezahlt und wer kann mit was rechnen? Familien bekommen den geplanten Kinderbonus von 300 Euro pro Kind in den nächsten Monaten voraussichtlich in drei Raten aufs Konto überwiesen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Donnerstag berichtete. Die ersten Details dazu habe Familienministerin Franziska Giffey bekanntgegeben.

Das Geld kommt demnach wohl zusammen mit der monatlichen Kindergeldzahlung, wie dpa am Donnerstag weiter berichtete. "Dann würden auf dem Kontoauszug für die Kindergeldzahlung nicht die 204 Euro stehen, sondern über drei Monate 304 Euro", sagte die SPD-Politikerin demnach. Offen war dem Bericht zufolge noch, ob das erste Geld schon im Juli überwiesen wird oder erst später. Sicher sei: Familien mit hohen Einkommen profitieren nicht. Bei einer Paarfamilie mit einem Kind gehe sie davon aus, dass bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 90.000 Euro diese Familien noch vom Kinderbonus profitierten, sagte Giffey dem Bericht zufolge.

Hier gibt es weitere Details zum Corona-Konjunkturprogramm*.

Kinderbonus: Das sollten Familien dazu wissen

"Der Kinderbonus ist sozial gerecht", sagte Giffey dem Bericht zufolge. Gutverdiener würden nicht übervorteilt. Gestärkt würden Familien mit kleinen und mittleren Einkommen. Die 300 Euro extra pro Kind sollen demnach nicht auf Hartz-IV-Leistungen angerechnet werden. Bei der Steuer werden sie allerdings mit den Kinderfreibeträgen verrechnet. Das bedeute für hohe Einkommen, dass sie am Ende nichts von der Sonderzahlung haben, berichtet dpa zudem.

Das sei der Hintergrund: Kindergeld zahlt der Staat auf Antrag bis die Kinder 18 sind oder bis sie ihre Ausbildung beendet haben. Gleichzeitig gibt es für Eltern sogenannte Kinderfreibeträge bei der Steuer (2019: 7.620 Euro pro Kind). Diese werden vom zum versteuernden Einkommen abgezogen, wodurch sich die zu zahlende Steuer verringert. Das Finanzamt prüft dann bei der Steuererklärung automatisch, ob die Eltern mehr vom Kindergeld oder mehr vom Freibetrag hätten. Bei Vielverdienern lohnt sich der Freibetrag mehr. Wenn dennoch Kindergeld ausgezahlt wurde, wird es über die Steuer wieder einkassiert. So ähnlich solle es auch mit dem Kinderbonus gemacht werden, wie dpa am Donnerstag berichtete.

Lesen Sie auch: Steuererklärung 2019: Diese Posten bringen Ihnen viel Geld vom Staat zurück

Update vom 4.6.2020: Kinderbonus für Familien geplant

Die Koalitionsspitzen haben sich im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise auf ein milliardenschweres Konjunkturpaket geeinigt. Geplant ist unter anderem ein Kinderbonus, der vorsieht, dass Familien vom Staat wegen der Corona-Krise Geld bekommen - konkret sind einmalig 300 Euro pro Kind geplant, wie Spiegel Online berichtet. Der Bonus solle mit dem Kindergeld ausgezahlt werden, heißt es dort.

Lesen Sie hier: Lohnersatzzahlung für Eltern wird verlängert

Update vom 3.6.2020: Koalition berät weiter über Konjunkturpaket

Die Koalitionsverhandlungen um das milliardenschwere Konjunkturpaket gehen am Mittwoch weiter. Debattiert worden war im Vorfeld auch über einen möglichen Familienbonus  - auch dazu ist am 2. Juni allerdings nichts entschieden worden. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Spitzenvertreter von SPD, CDU und CSU wollten ihr Treffen an diesem Mittwoch fortsetzen.

Lesen Sie zudem: Koalitionsspitzen einigen sich auf Senkung der Mehrwertsteuer in der Corona-Krise

Artikel vom 2.6.2020: Familienbonus im Gespräch - 300 Euro pro Kind?

Die Koalition berät über eine Milliardenspritze für die Konjunktur. So wollen die Spitzen der schwarz-roten Koalition am 2. Juni ein Milliardenpaket zur Ankurbelung der Konjunktur in der Corona-Krise* beschließen.

Im Gespräch: ein sogenannter Familienbonus. Das könnte zum Beispiel eine Einmalzahlung von 300 Euro pro Kind bedeuten, um Familien in der Krise zu unterstützen und um den Konsum anzukurbeln. Die SPD setzt sich für einen solchen Bonus besonders ein. Aber auch einige Unionspolitiker haben Sympathien dafür gezeigt.

Diskutiert werden könnte darüber, ob ein solcher Bonus wirklich an alle Familien ausgeschüttet werden soll oder nur an bedürftige Familien.

Lesen Sie hier: Corona-Kurzarbeitergeld: Neuerung beschlossen - das gilt für Arbeitnehmer und Selbständige

Kommt der Familienbonus im Jahr 2020? Was Kritiker sagen

Während derweil viele in der Union große Bauchschmerzen mit der Leistung hätten, wolle die SPD das Geld an alle Familien zahlen, berichtete BR Online zudem. Demnach halten einige Experten den Familienbonus zudem für falsch, so mancher fordert stattdessen ein Ende des Homeschooling. Zum Hintergrund: Eine Begründung für den diskutierten Familienbonus lautete, wie BR Online auch berichtet, dass Eltern mit dem Geld Tablets oder sonstige Geräte für das Homescooling ihrer Kinder kaufen könnten.

Berufstätige Eltern haben es in der Corona-Krise* besonders schwer. Deshalb sollen sie zum Beispiel auch durch Lohnersatzzahlungen* entlastet werden.

Quellen: BR Online, dpa

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ahu

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Tipp Nummer Zwei: Wer zudem viel arbeitet und fest spart, vergisst eine weitere wichtige Komponente: das Geld auch klug zu investieren. Es bringt nichts Ihr sauer Verdientes zu horten - Sie müssen auch etwas wagen und Ihr Geld in Aktien oder andere lukrative Investments anlegen. So können Sie ganz nebenbei bequem Ihr Geld für sich arbeiten lassen - und am Ende noch mehr sparen. © Pixabay
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Tipp Nummer Drei: Wer eine Gehaltserhöhung erhält oder die Karriereleiter hinaufsteigt, kommt schnell in Versuchung, auch seinen Lebensstil nach oben zu schrauben. Doch genau das führt dazu, dass Sie niemals reich werden. "Ich habe mir meine erste Luxusuhr oder mein erstes Luxusauto erst dann zugelegt, als sich meine Geschäfte und Investments als sichere Einkommensquellen herausstellten", sagt auch der Selfmade-Millionär Grant Cardone. Wer stattdessen sparsam lebt, obwohl er mehr Geld hat, der kann in Fünf-Jahres-Schritten sein Vermögen exponentiell vervielfachen. © Pixabay
Tipp Nummer Vier: Wer keine Risiken eingeht, der wird auch nicht Millionär. Selbstständig arbeiten, Geld investieren und ein unerschütterlicher Glaube an sich selbst - für viele hört sich das anstrengend an. Doch wer Millionär werden möchte, muss sich auch in unsichere und unbequeme Gewässer wagen, um seinen Traum verwirklichen zu können. Wer erfolgreich sein möchte, muss seine Ängste überwinden und - wohl kalkulierte - Wagnisse eingehen, sagt auch US-Investmentgröße Warren Buffett. Das sei das Geheimrezept: Eine Prise Abenteuer und gleichzeitig langfristiges Vorausschauen.
Tipp Nummer Vier: Wer keine Risiken eingeht, der wird auch nicht Millionär. Selbstständig arbeiten, Geld investieren und ein unerschütterlicher Glaube an sich selbst - für viele hört sich das anstrengend an. Doch wer Millionär werden möchte, muss sich auch in unsichere und unbequeme Gewässer wagen, um seinen Traum verwirklichen zu können. Wer erfolgreich sein möchte, muss seine Ängste überwinden und - wohl kalkulierte - Wagnisse eingehen, sagt auch US-Investmentgröße Warren Buffett. Das sei das Geheimrezept: Eine Prise Abenteuer und gleichzeitig langfristiges Vorausschauen. © picture alliance / dpa / Larry W. Smith
Tipp Nummer Fünf: Wer für seine Arbeit brennt, der schafft es auch in die oberen Zehntausend. Sie haben zum Beispiel eine geniale Idee für ein Startup? Dann klügeln Sie ein handfestes Konzept aus und suchen Sie Investoren. Wer seine Leidenschaft benennen und verfolgen kann, der wird auch erfolgreich. Das weiß auch Selfmade-Millionär T. Harv Eker: "Der Hauptgrund, warum viele Leute nicht das bekommen, was sie wollen, ist, dass sie es gar nicht wissen. Reiche dagegen wissen genau, dass sie reich werden wollen." Anstatt sich also den Gegebenheiten oder gar dem Wunsch der Eltern zu fügen, sollten Sie Ihren eigenen Traum verwirklichen.
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