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Gehaltswunsch bei der Bewerbung: Wie formuliere ich ihn richtig?

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"Wie muss ich eigentlich meinen Gehaltswunsch angeben?"

Die meisten Unternehmen verlangen, dass Bewerber einen Gehaltswunsch in ihrem Anschreiben nennen. Doch wie gebe ich diesen richtig an? 

In den meisten Stellenanzeigen findet sich am Ende eine Aufforderung, die bei den meisten Bewerbern Kopfzerbrechen auslöst: "Bitte senden Sie uns Ihre vollständigen Unterlagen unter Angabe Ihres Gehaltswunschs...". Diese Aufforderung einfach zu ignorieren, wäre ein absolutes No-Go. Doch wie gebe ich meine Gehaltsvorstellung nun richtig an?

Gehaltswunsch in der Bewerbung: Recherche ist angesagt

Zunächst einmal müssen Sie sich klar werden, wie viel Sie verlangen wollen. Ein guter Anhaltspunkt dafür ist das branchenübliche Gehalt für Ihre Position. Anhaltspunkte dafür finden Sie mit ein bisschen Recherche auf Gehalts- und Jobportalen im Internet, bei der Bundesagentur für Arbeit, bei Berufsverbänden – oder Sie hören sich unter Freunden und Branchenkennern um. Passen Sie diesen Orientierungswert noch nach ihren individuellen Qualifikationen an. Wenn Sie etwa überdurchschnittlich qualifiziert sind, dürfen Sie ruhig ein bisschen höher ansetzen. 

Bedenken Sie auch, dass die eigentliche Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch stattfindet – und Ihr Gegenüber wahrscheinlich versuchen wird, Sie herunterzuhandeln. Rechnen Sie deshalb immer einen kleinen "Puffer" mit ein.

So geben Sie Ihren Gehaltswunsch an

Dann müssen Sie nur noch die richtige Formulierung finden – und die sieht folgendermaßen aus. Das Karriere-Netzwerk Xing rät, die Jahresbrutto-Summe zu nennen. Doch Vorsicht: Hier werden weitere Zuschläge wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen und Boni miteingerechnet. Eine Gehaltsspanne anzugeben halten viele Experten für unnötig, weil sich Ihr Gesprächspartner sowieso an der niedrigsten angegebenen Summe orientieren wird.

Nennen Sie die Summe stets im letzten Abschnitt ihres Anschreibens, am besten im vorletzten Satz. begründen müssen Sie Ihren Gehaltswunsch nicht – lediglich, wenn Sie überdurchschnittlich viel verlangen. Möchten Sie Teilzeit arbeiten, knüpfen Sie Ihren Gehaltswunsch an die Wochenarbeitszeit, etwa so: "Mein Wunschgehalt beträgt xy für 30 Wochenstunden." Dann kann es keine Missverständnisse geben.

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Von Andrea Stettner

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