Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Vorstellungsgespräch: Depression verschweigen

+
Wer an psychischen Erkrankungen leidet, sollte das im Vorstellungsgespräch besser nicht erwähnen

Berlin - Psychische Erkrankungen wie eine Depression verschweigen Bewerber in einem Vorstellungsgespräch besser. Wie sich dadurch entstandene Lücken im Lebenslauf erklären lassen.

“Der Grundsatz: 'Ehrlich währt am längsten' gilt hier ausnahmsweise nicht“, sagt die Karriereberaterin Svenja Hofert aus Hamburg. Denn aus ihrer Praxis als Bewerbungsberaterin könne sie sagen, dass Arbeitgeber meistens abgeschreckt reagieren, wenn ein Arbeitnehmer offensiv mit seiner Krankheit umgeht. Das sei etwa der Fall, wenn die Lücke im Lebenslauf wahrheitsgemäß mit einem Aufenthalt in einer Klinik wegen Depressionen erklärt wird.

“Viele Arbeitgeber fragen sich dann: 'Wollen wir das? Jemandem mit einer Depression?'“ Und die Antwort laute dann meistens “Nein“, erklärt Hofert. Sie empfiehlt daher Arbeitnehmern mit einer psychischen Erkrankung, sich alternative Erklärungen zu überlegen, wenn in einem Lebenslauf eine Lücke entstanden ist - etwa wegen eines längeren Klinikaufenthalts.

Eine Ausrede könne sein, dass der Arbeitnehmer ein Sabbatical genommen habe. Eine Möglichkeit sei es auch zu sagen, man habe sich von einem schweren Unfall erholen oder einen Angehörigen pflegen müssen. Rechtlich sauber sei diese Lösung aber nicht, erklärt Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht. “Denn wer im Bewerbungsgespräch die Unwahrheit sagt, täuscht den Arbeitgeber.“ Komme das heraus, dürfe der Arbeitgeber den Arbeitsvertrag gegebenenfalls anfechten. Die korrekte Lösung sei, im Vorstellungsgespräch zu sagen: “Ich war krank, aber über die Details möchte ich nichts sagen.“

dpa