Praktisch und trendy

Zwei- oder Dreirad? Lastenräder für Familien im Test

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Ein Lastenrad kann ein praktischer und umweltfreundlicher Autoersatz sein – und mit E-Antrieb gibt es sogar finanzielle Förderungen.

Sie sind praktischer Autoersatz und umweltfreundliches Transportmittel für Kinder und den Einkauf: Lastenräder werden in Deutschland immer beliebter. Doch nicht alle Räder sind für jede Familie gleich gut geeignet.

In immer mehr deutschen Städten werden E-Bikes und Lastenpedelecs von Gemeinden und Kommunen bezuschusst. So fördert die Stadt München die Anschaffung eines Lastenrads mit E-Motor-Unterstützung auch für Privatpersonen mit bis zu 1.000 Euro. Das Kalkül dahinter: ein Lastenrad ersetzt in vielen Fällen ein Auto, Verkehr und Umwelt werden entlastet.

Wenn Sie sich für ein Lastenrad interessieren, sollten Sie sich unbedingt in einem Fachgeschäft beraten lassen. Was man sich zuhause vorstellt, kann sich bei einer Probefahrt schnell als falsch herausstellen. Denn Lastenräder fahren sich anders als ein normales Fahrrad, da ist ein wenig Übung gefragt.

Ob man sich für ein einspuriges Lastenrad mit zwei Rädern oder ein zweispuriges mit drei Rädern entscheidet, ist vor allem Geschmacksache. Mit zwei Rädern ist man wendiger und fährt eher wie auf einem normalen Fahrrad. Dafür kann es beim Einstieg leichter kippen. Ein Dreirad ist etwas schwerfälliger und nimmt mehr Platz ein. Dafür hat es meist auch mehr Stauraum und steht sicher.

Entgegen der landläufigen Meinung sind Dreiräder allerdings nicht unbedingt sicherer als zweirädrige Lastenräder. Denn auch dreirädrige Lastenräder können umkippen, vor allem, wenn man zu schnell in die Kurve geht.

Ein elektrischer Antrieb ist bei einem Lastenrad sinnvoll, aber kein Muss. Viele Lastenräder lassen sich auch mit schwerer Beladung noch gut fahren. Schwierig wird es erst bei Steigungen. Da geht es mit einem Elektromotor wesentlich leichter. Lastenpedelecs sind allerdings wesentlich teurer als Lastesel ohne Motor – es sei denn, man bekommt einen Zuschuss von der Stadt oder Gemeinde. Dann bekommt man den E-Motor oft ohne Aufpreis. Teurer sind Lastenpedelecs aber auch im Unterhalt, denn die eBikes sind wesentlich wartungsintensiver.

Lastenräder im Praxistest

Die Tester von AllesBeste haben zusammen mit zwei Münchner Fahrradläden die beliebtesten Lastenrädern getestet. Einen Testsieger wollten sie nicht kürzen, da die Modelle sehr unterschiedlich sind und jede Familie andere Bedürfnisse hat. Stattdessen wurden die Vor- und Nachteile jeden Modells ausführlich beschrieben.

Mit im Test war der Lastenrad-Klassiker von Christiania Bikes und das beliebte Dreirad von Nihola. Ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet das einspurige Bakfiets CargoBike. Es fährt sich sehr komfortabel und ist mit einem Preis ab 3.800 Euro mit Motor zwar nicht günstig aber noch relativ erschwinglich.

Auf dem neuesten Stand der Technik ist das Butchers & Bicycles MK1-E. Das Dreirad beeindruckt mit einer speziellen Neigetechnik für die man aber viel Übung braucht. Und mit 5.000 Euro ist es nicht gerade ein Schnäppchen.

Ein relativ günstiges Dreirad ist dagegen das Babboe Big. Das beliebte Einstiegs-Lastenrad ist zwar nicht sehr hochwertig verarbeitet, ist dafür aber mit E-Antrieb schon ab 2.200 Euro zu haben.

Den ausführlichen Testbericht mit allen zehn getesteten Lastenrädern können Sie auf AllesBeste nachlesen.

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