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Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

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Großes Glück für 5 stachelige Zeitgenossen

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Töging a. I. - Von Mama verlassen lagen 5 kleine Igel über Tage hilf- und schutzlos in einem Töginger Garten. Ohne Familie Tomza wären die Tierchen wohl sehr bald gestorben.

Fünf Familienmitglieder und fünf kleine Igel - auf jeden Mensch kommt ein Tierchen. Also kümmert sich auch jeder um seinen privaten Igel - könnte man meinen. Aber die Realität der Handaufzucht sieht anders aus. Ganz schön stressig, wozu die Tomzas sich da entschlossen hatten. Denn in den ersten Wochen hieß es: alle drei Stunden drei bis vier Spritzen voll Katzenbabymilch verfüttern - an jeden der fünf Igel. An Schlaf und Ruhe war da nicht zu denken. Und mit füttern war es auch noch nicht getan, denn Igebabys können selbst noch nicht pinkeln und Kot absetzen. Das bedeutet, die Tomzas mussten nach dem Füttern die Igel mit einem Pinselchen stimulieren. Würden sie das nicht tun, könnte den kleinen Tierchen die Blase platzen. Man kann sich also vorstellen: Sobald alle Igel versorgt waren, ging die Runde eigentlich fast schon wieder von vorne los.

Die Entwicklung der Igelchen in Bildern

Die glücklichen Igel der Tomzas

Rund fünf Wochen ist es jetzt her, dass den Tomzas in ihrem Garten die kleinen Igelbabys aufgefallen sind. "Anfangs wussten wir nicht, was wir machen sollen. Unsere Nachbarn meinten, die Mutter käme immer nachts zu denen. Aber wir haben das beobachtet und als die immer dünner und armseliger wurden, mussten wir reagieren," so Karina Tomza. Die Familie hat sich dann ans Tierheim gewandt, wo sie an eine Expertin vermittelt wurden. Die hatte selbst erst zwei Igel per Hand aufgezogen und kennt sich bestens aus. "Das war dann so ein richtiger Crash-Kurs", lachte Karina Tomza. "Innerhalb einer Stunde haben wir alles gelernt, was zu lernen war."

Die Zahlen belegen: die Tomzas haben ganze Arbeit geleistet. Denn die Igelchen haben ganz schön zugelegt: beim ersten Wiegen hatten sie nur rund 80 Gramm gewogen. Inzwischen bringen sie schon 360 Gramm auf die Waage. Und gewachsen sind sie auch ganz schön.

Stechen Igelstacheln wirklich?

Igel schleckt an der Innsalzach-Reporterin

Die Antwort ist klar: Ja, das tun sie. Als die Igelchen jung waren, waren die Stacheln noch weich, berichten die Tomzas. Aber inzwischen - davon konnte ich mich selbst überzeugen - pieksen die Tierchen schon, wenn man sie ungeschickt anfasst. Den Tomzas passiert da natürlich nichts. Die wissen inzwischen genau, wie mit den Igeln umzugehen ist. Beeindruckend ist auch, wie zutraulich die Tiere sind. Man kennt Igel ja eher als sehr scheu. Aber auch bei mir, die die Tiere nicht kannten, waren sie ganz und gar nicht zurückhaltend. Im Gegenteil: Sie kamen regelrecht auf mich zugeflitzt und begannen sofort, meine Hand abzuschlecken. Das fand ich wahnsinnig süß, bis sie dann anfingen, zu knabbern. Da war der Igelspaß für mich dann vorbei. Scharfe Zähne haben sie nämlich auch schon.

Vom Wohnzimmer ins Gewächshaus

Die Igel haben bereits einen Umzug hinter sich. Nachdem sie in einem körperlich sehr stabilen Zustand sind, konnten sie vom Wohnzimmer ins Gewächshaus der Tomzas gebracht werden. "Die haben auch angefangen, zu stinken", gibt Karina Tomza zu. Im Gewächshaus unter den großzügigen Blättern der Kürbispflanze haben sie viel Platz und Möglichkeiten, sich zu verstecken. Und in ihrem Karton, der mit Zeitungspapier gefüllt ist, bauen sich die nachtaktiven Tiere tagsüber ihr Nest und schlummern zufrieden vor sich hin. In einige Wochen werden die Tomzas versuchen, die Igel auszuwildern. Das heißt, man lässt sie frei im Garten laufen. Aber die Expertin hat schon prognostiziert: Die Tiere werden sich ihr Leben lang - das sind noch fünf bis sieben Jahre - im Umfeld der Tomzas aufhalten, allein schon, weil es da immer was zu fressen geben wird. Da haben die Tomzas im wahrsten Sinne des Wortes Freunde fürs Leben gefunden.

ds

Quelle: rosenheim24.de

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