Weniger Gartenvögel?

Vögel zählen für Naturschutz-Mitmach-Aktion

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Kohlmeisen bleiben den Winter über im Lande. Aber wie viele sind es noch? Bei einer Vogel-Zählaktion (6. bis 8. Januar) soll herausgefunden werden, ob die Zahl der heimischen Wintervögel gesunken ist. Foto: Patrick Pleul

Viele Vögel sind noch weg. Diejenigen, die traditionell hier bleiben wie Meisen oder Amseln, scheinen immer weniger zu werden. Diesen Eindruck von Vogelfreunden will der Nabu durch eine große Mitmach-Aktion überprüfen.

Berlin (dpa) - Naturschützer rufen wieder zum Vögel-Beobachten auf: Vom 6. bis zum 8. Januar 2017 läuft zum siebten Mal die bundesweite Vogelinventur "Stunde der Wintervögel"

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der bayerische Landesbund für Vogelschutz (LBV) laden dazu ein, an diesem Wochenende eine Stunde lang die Vögel im Garten, auf dem Balkon, am Futterhäuschen oder im Park zu zählen.

Der Nabu Deutschland hatte am Mittwoch berichtet, Vogelfreunde hätten in den vergangenen Wochen deutlich weniger Meisen, Eichelhäher und Amseln an Futterhäuschen in Gärten und Parks beobachtet. Diesen Hinweisen soll mit der Zählaktion auch nachgegangen werden. Der Nabu sieht aber nicht die Vogelgrippe als Ursache. Vielmehr fänden die Vögel derzeit vermutlich noch genügend Nahrung und seien daher nicht auf Fütterungen angewiesen, hieß es.

Die "Stunde der Wintervögel" ist den Angaben zufolge die größte wissenschaftliche Mitmachaktion in Deutschland. 2016 beteiligten sich an der Zählaktion mehr als 93 000 Menschen. Bestimmungshilfen und einen Meldebogen gibt es auf der Nabu-Internetseite.

Pressemitteilung des NABU Berlin

Stunde der Wintervögel

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