Gebogen oder spitz

Welche Schnabelformen Vögel haben

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Rotkehlchen gehören zu den Vögeln mit einem Pinzettenschnabel: Sie picken damit Beeren und Würmer auf. Foto: Deutsche Wildtierstiftung

Vogeläuser sind im Winter beliebt: Naturfreunde können Vögeln so bei der Futteraufnahme zuschauen. Doch auch in freier Natur lassen sich die Tiere beobachten. Wer dabei etwas lernen will, sollte auf den Schnabel achten. Ein Ornithologe erklärt, worauf es ankommt.

Hamburg (dpa/tmn) - Die Form ihres Schnabels bestimmt, was hier überwinternde Vögel fressen können. Körnerfresser haben beispielsweise einen anders geformten Schnabel als Insektenfresser und Wasservögel.

Peer Cyriacks ist Ornithologe bei der Deutschen Wildtierstiftung und erklärt die unterschiedlichen Schnabelformen:

Pinzettenschnäbel: Sie gehören Weichfutterfressern wie Rotkehlchen, Drosseln, Staren und Spechten. Typisch ist der längliche, spitz zulaufende Schnabel. Er funktioniert gewissermaßen wie eine Pinzette und hilft Vögeln, getrocknete Beeren und Rosinen, Apfelstückchen oder Mehlwürmer aufzuspießen.

Kompaktschnäbel: Buch- und Grünfink, Zeisig, Meisen und Spatzen knacken mit diesen Schnäbeln Körner wie Hanfsamen, Mohn und Sonnenblumenkerne.

Löffelschnäbel: Wasservögel wie Enten und Schwäne können mit diesem Schnabel den Teich bis zum Grund nach Futter absuchen. Der Schnabel wird dabei zum Löffel, der Insekten und Pflanzen aufsammelt.

Hakenschnäbel: Sie gehören Greifvögeln und Eulen. Mit scharfen Schnabelkanten und dem gebogenen Haken können Sie Beute wie Mäuse und Kleinvögel töten und grob zerteilen.

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