Neue Welle von E-Mails mit Schadsoftware

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So oder so ähnlich sieht der Meldung aus, die auf einem infizierten PC erscheint.

München – Vor einer neuen Welle von E-Mails mit Schadsoftware im Anhang warnen die Computerspezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA). Wie Sie sich gegen die Angreifer wehren können:

Seit einigen Wochen versenden Internetkriminelle wieder verstärkt E-Mails mit Schadsoftware im Anhang. Die E-Mails sind beispielsweise als Bestellbestätigung, Telefonrechnung oder staatsanwaltschaftliches Schreiben getarnt. Im Text der E-Mail wird auf das zugehörige Schreiben im E-Mail Anhang verwiesen, welches nähere Informationen enthalten soll. Bei den Anhängen handelt es sich um ZIP-Dateien, in denen sich jedoch nicht das versprochene Dokument, sondern die Schadsoftware befindet.

Um die Empfänger zum Öffnen des Dateianhanges zu bewegen, schreiben die Täter die Empfänger namentlich an und verändern die Legende stetig. Sollte der Empfänger den Anhang öffnen und die Schadsoftware aktiv werden, wird der Computer gesperrt. Der Nutzer wird dann über eine Nachricht am Bildschirm aufgefordert einen bestimmten Geldbetrag mittels anonymer Internetbezahlverfahren wie Ukash oder paysafecard zu bezahlen. Auch wenn der Empfänger die geforderte Summe bezahlt, führt dies nicht zur Freigabe des Computers! In Bayern wurden bereits mehrere hundert Internetnutzer Opfer der Kriminellen und erstatteten Anzeige bei ihrer Polizeidienststelle.

Das Bayerische Landeskriminalamt empfiehlt daher:

- Schützen Sie Ihren Computer durch eine Internet-Security-Suite mit Anti-Viren-Programm oder eine vergleichbare Kombination von Security-Programmen und halten Sie diese stets aktuell. Installieren Sie alle verfügbaren Sicherheits-Updates für ihr Betriebssystem und die anderen Programme, die auf ihrem Rechner installiert sind.

- Lassen Sie sich vor allem durch die persönliche Ansprache und den Hinweis auf einzuhaltende Fristen nicht beirren.

- Prüfen Sie E-Mails kritisch, deren Absender Sie nicht kennen oder keinem konkreten Anlass zuordnen können.

- Öffnen Sie bei verdächtigen E-Mails niemals die Anhänge, sondern löschen Sie die E-Mail ungeöffnet.

- Ignorieren Sie Bestätigungen für Einkäufe oder Dienstleistungen, wenn Sie im Vorfeld keine Bestellung getätigt haben und lassen Sie sich von angeblich bevorstehenden Abbuchungen von Ihrem Konto nicht einschüchtern.

- Zahlen Sie im Falle einer Sperrung Ihres Computers niemals die geforderte Summe per anonymen Internetbezahlverfahren wie Ukash oder paysafecard, sondern erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Eine Bezahlung führt nicht zur Freigabe Ihres Computers.

Weitere Informationen zur Internetkriminalität erhalten Sie auf der Internetseite http://www.polizei-beratung.de.

Hilfreiche Tipps und Informationen zur Sicherung Ihres Computers finden Sie auf den Seiten des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik unter http://www.bsi-fuer-buerger.de und http://www.botfrei.de.

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