Neuer Netztrend

Brelfie: Facebook hat ein Problem mit Brüsten

  • schließen
  • Weitere
    schließen
  • schließen

#Brelfie - unter diesem Hashtag sammelt sich seit einigen Tagen eine neue Protestwelle von stillenden Müttern. Sie wollen Fotos von Babys an ihrer Brust öffentlich zeigen können - ohne Zensur.

Eigentlich ist es das Natürlichste auf der Welt: Ein Baby saugt Milch aus der Brust der Mutter. Sicherlich kann man fragen, ob man diesen innigen Moment der Zweisamkeit wirklich mit aller Welt auf Facebook teilen muss. Aber dennoch gibt es daran nichts anstößiges.

Facebook sind aber diese Bilder zu sexuell. Solche Fotos werden entfernt, weil sie angeblich gegen die Richtlinien verstoßen. Sogar aus geschlossenen Facebook-Gruppen zum Thema Stillen werden Bilder von der Zensur gelöscht. Die Software kann offenbar nicht zwischen pornografischer und jugendfreier Nacktheit unterscheiden.

In den Richtlinien des größten sozialen Netzwerks heißt es: "Facebook verfolgt strikte Richtlinien gegen das Teilen pornographischer Inhalte sowie jedweder sexueller Inhalte, wenn Minderjährige beteiligt sind. Darüber hinaus legen wir Grenzen für die Darstellung von Nacktheit fest. Wir sind bestrebt, das Recht der Menschen, persönlich bedeutsame Inhalte miteinander zu teilen, zu respektieren, und zwar unabhängig davon, ob es sich um das Foto einer Skulptur, wie z. B. dem David von Michelangelo, oder um Familienfotos einer stillenden Mutter handelt."

Die Bestrebung ist also da - doch offensichtlich gelingt das nur unzureichend.

Das wollen sich nun einige Mütter nicht mehr gefallen lassen, die unter dem Hashtag #Brelfie nun ganz bewusst solche Fotos hochladen. Der Begriff „Brelfie“ setzt sich aus dem englischen Begriff für Stillen (breastfeeding) und Selfie zusammen. 

Angefangen hat es mit der Liverpooler Mutter und Krankenschwester Kaya Wright (32). Sie war enttäuscht und verwundert, als Facebook ihr mitteilte, dass ihr Foto gemeldet und gelöscht wurde, das sie beim Stillen zeigte. Wie der Liverpool Echo berichtet, entstand das Foto im Bad mit ihrem 16 Monate alten Sohn Kayne. Sie hatte es zuvor in einer geschlossenen Gruppe zum Thema Stillen hochgeladen. Aus Solidarität machten es dann Dutzende weitere Mütter aus der Gruppe nach und stellten ähnliche Fotos online. Die Protestwelle nahm Fahrt auf.  

Die Frauen wollen mit Brelfies dagegen protestieren, dass in einer stillenden Brust ein Objekt sexueller Begierde gesehen wird.

Brelfie-Bilder auf Twitter:

mg/ro24

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Screenshot Twitter

Zurück zur Übersicht: Netzwelt

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser