Mutter klagt auf 50 Millionen Dollar

Partygast (19) erfriert in Hotelkühlschrank

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Chicago - Eine junge Frau erfror bei einer Party in einem Kühlraum. Jetzt verklagt ihre Mutter das Hotel.

Bereits im September 2017 ereignete sich in einem Hotel in Chicago der tragische Tod eines jungen Mädchens. Die damals 19-jährige Kenneka Jenkins besuchte damals eine Party im Crowne Plaza Chicago-O'Hare Hotel in den USA. Im Laufe des Abends verirrte sie sich in den Gängen des Gebäudes und wanderte in den begehbaren Tiefkühlschrank der Küche, wo sie versehentlich eingeschlossen wurde, berichtet TMZ. Dort erfrohr sie im Laufe der Nacht, weil sie die Tür nicht mehr aufbekam. 

Jetzt klagt ihre Mutter gegen das Hotel - 50 Millionen US-Dollar (etwa 44 Millionen Euro) möchte sie als Wiedergutmachung. Der Grund: Kennekas Mutter, Teresa Martin, behauptet, das Hotel hätte ihr Tochter noch retten können und müssen, aber wegen Unachtsamkeit der dort Beschäftigten sei das Mädchen zu spät für jede Hilfe gefunden worden. Erst 24 Stunden nachdem sie als vermisst gemeldet wurde entdeckte man Kennekas Leiche in dem Kühlschrank. 

Dabei hatten Freunde und ihre Mutter bereits am Abend Hotelangestellte über das Verschwinden der jungen Frau informiert und um Hilfe gebeten. Diese haben ihr versichert, man werde sofort die Überwachungskameras sichten, um das Mädchen zu finden, so Martin. Dies sei offenbar nicht getan worden, denn auf dem Überwachungsvideo, das später von der Polizei freigegeben wurde, ist ganz deutlich zu erkennen, wie Kenneka die Gänge entlang und schließlich in den Kühlraum taumelte

Ein weiterer Punkt in Martins Klage ist, dass der Kühlraum so einfach für Hotelgäste zugänglich war. Weshalb Kenneka ungehindert dort hineinstolpern konnte, ist noch unklar. Gerüchte, es habe eventuell jemand von außen eingewirkt und die Türe absichtlich verschlossen, räumte die Polizei aus dem Weg. Sie erklärte den Tod des Mädchens zu einem tragischen Unfall. 

Kennekas Mutter sieht dennoch die Schuld beim Hotel und fordert nun vor Gericht über 50 Millionen Dollar Schadensersatz. Das Crowne Plaza Hotel selbst erklärte in der Chicago Tribune, dass der Tod von Kenneka Jenkins eine Tragödie sei, doch dass die Verantwortlichen die Gastgeber der Party seien, die das Hotelzimmer mit einer gestohlenen Kreditkarte gebucht und eine illegale Feier veranstaltet hatten. Diese seien noch vor dem Eintreffen der Polizei aus dem Hotel geflohen. Das Gerichtsverfahren habe daher keine Berechtigung.

Quelle: rosenheim24.de

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