Lustiger Gag oder Tierquälerei?

Diese Hündchen wurden am Spielautomaten als Hauptgewinn angeboten

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China - Ein Video von zehn süßen Hundwelpen, die als Spielgewinn in einer Krallenmaschine angeboten werden sorgt derzeit im Internet für Furore. 

Rund, flauschig und knopfäugig: Die kleinen Kläffer, die in einer chinesischen Krallen-Spielmaschine herumwuseln, sehen fast aus, wie knuddelige Stofftiere. Auf den ersten Blick könnte man glatt übersehen, dass hier echte, lebendige Hündchen als Hauptgewinn angeboten werden und nicht ausgestopfte Plüschtiere. 

Was niedlich aussieht, ist aber nicht unproblematisch. Im Internet kursiert derzeit ein virales Video, in dem man einem Mann dabei zusehen kann, wie er an einer Krallenmaschine versucht, einen von insgesamt zehn lebenden Hundewelpen zu gewinnen. Tierschützer auf der ganzen Welt zeigen sich online seit dem Erscheinen des Videos empört, berichtet dailymail.co.uk. 

Gegen Kleingeld kann man an der Maschine mit einer mechanischen Klaue nach den Eimern, in denen die Hunde sitzen greifen und versuchen, sie aus der Maschine zu heben. In dem Video sieht man den mehrfachen Versuch einen kleinen Fellball aus dem Glascontainer zu holen. Aktivisten forderten sogar die chinesische Regierung dazu auf, eine Untersuchung wegen Tierquälerei zu starten. Ein Sprecher der Tierschutzorganisation PETA forderte die Verwendung von Lebendtieren wie Hunde, Krebsen und Schildkröten strengstens zu untersuchen, da diese Tierquälerei sei. 

Wann und wo genau das Video entstanden ist, ist derzeit nicht bekannt, doch man gehe davon aus, dass es aus einer chinesischen Stadt stamme. Ein Experte auf dem Gebiet der Klauenmaschinen habe aber die Vermutung geäußert, dass es sich bei dem Einsatz von Hundewelpen als Gewinn eher um einen PR-Gag handle, als um einen dauerhaften Einsatz der Tiere. Der Experte, der selbst beinahe 1.000 Preise bei Spielen mit den Maschinen gewonnen hat, habe erklärt, dass es in China keinesfalls Trend sei, um lebende Hunde zu spielen, so dailymail. Das würde sich schon allein finanziell für die Betreiber gar nicht lohnen.

Lebende Hummer und Krebse dagegen habe er schon einige Male als Einsatz für solche Spiele gesehen. 

jv

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Youtube-Screenshot

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