Auf Facebook und Twitter

Erika Steinbach sorgt erneut für Empörung im Netz

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Wie man ins Netz rein ruft, so schallt es auch wieder zurück!
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Berlin - Erst vor wenigen Tagen sorgte die Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach für einen Eklat. Nun bringt sie das Netz erneut gegen sich auf.

Immer wieder brachte Erika Steinbach über Twitter und Facebook ihre politischen Botschaften unter das Volk - oftmals provozierend.

So postete sie nach dem Tod von Altkanzler Helmut Schmidt ein Zitat des Politikers aus dem Jahre 1981 und wurde dafür kritisiert, aus seinem Ableben politisches Kapital in der derzeitigen Flüchtlingsdebatte schlagen zu wollen. Einige warfen ihr sogar vor, Schmidts Andenken damit zu verunglimpfen.

Neuer Shitstorm nach Syrien-Post

Nun sorgte Steinbach erneut für einen Shitstorm - nur diesmal nicht nur auf Facebook, sondern auch auf Twitter. Dort teilte sie am Sonntagabend einen Bericht des Tagesspiegel, wonach 1200 deutsche Soldaten im Krieg gegen den IS in Syrien eingesetzt werden sollen. Ihr Kommentar dazu: "Wir haben in Deutschland einige hunderttausend junge syrische Männer. Wie wärs, diese zum Kampf gegen den IS heranzuziehen? Ist doch deren Land."

Wir haben in Deutschland einige hunderttausend junge syrische Männer. Wie wärs, diese zum Kampf gegen den IS heranzuziehen? Ist doch deren Land.

Posted by Erika Steinbach on Sonntag, 29. November 2015

Reaktionen im Netz: "Wie kann man nur so pervers denken?"

Hunderte teilten und retweeteten den Beitrag bereits. Reaktionen der Netzgemeinde ließen nicht lange auf sich warten. Nicht alle Kommentare bleiben dabei in der Sprachwahl so sachlich, wie diese Antwort auf Facebook: "Äpfel mit Birnen vergleichen. Dem Populisten und Nationalkonservativen ist jedes Mittel recht um Stimmung zu machen. Die von Deutschland übernommen Aufgaben, sind ohne entsprechende Ausbildung nicht zu bewältigen. Es geht nicht darum, ein paar Leute mit Gewehren auszustatten und wieder zurückzuschicken. Normaler Weise muss eine solche undifferenzierte Aussage in der letzten Konsequenz bedeuten, dass diejenige, die so etwas ausspricht nicht die intellektuelle und fachliche Befähigung zur Bundestagsabgeordneten hat."

Ein anderer Facebook-User meint: "Die Dame hat offenbar nicht verstanden, dass der IS (auch) uns bedroht." Härter in der Sprachwahl schon dieser Kommentar: "Wie kann man nur so pervers denken? Die Opfer fliehen vor den Mördern des IS ... und jetzt sollen sie auch noch in einen Stellvertreterkrieg gegen genau die Schlächter geführt werden?"

Auch auf Twitter erntet Steinbach viel Kritik: 

Bewusste Provokationen

Mittlerweile spielt Erika Steinbach auch damit immer neue Empörungswellen auf Twitter auszulösen. Durch ihre Kurzbotschaften löst sie solche Reaktionen bewusst und nach Programm aus - um dadurch auch in Medien präsent zu bleiben. Unvergessen ihr Tweet von 2012, in dem sie behauptete, die NSDAP sei in Wirklichkeit eine linke Partei gewesen:

mg

Quelle: rosenheim24.de

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