Facebook-Gründer Zuckerberg: Private Fotos im Internet

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Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

New York - Durch eine Software-Panne bei Facebook sind einige private Fotos von Firmengründer Mark Zuckerberg im Internet aufgetaucht.

Ausgerechnet Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist Opfer eines kleinen Daten-Lecks beim weltgrößten Online-Netzwerk geworden: Durch eine Software-Panne tauchten mehrere private Fotos des 27-Jährigen im Internet auf. Ein Programmierfehler erlaubte es zeitweise, unter Umständen an geschützte Bilder von Nutzern heranzukommen, wie Facebook am Mittwoch bestätigte. Man habe die Lücke aber rasch geschlossen. Außer der Veröffentlichung der Zuckerberg-Fotos wurden bisher keine weiteren Folgen der Panne bekannt. Das deutsche Verbraucherschutzministerium forderte mehr Informationen über den Vorfall.

Der Einbruch funktionierte mit einem Trick, der vor kurzem im Internet veröffentlicht worden war - laut Medienberichten als erstes in einem Bodybuilder-Forum. Dazu musste man zunächst ein öffentliches Bild eines Nutzers als anstößig melden. Danach wurde angeboten, noch weitere Fotos aus dem Profil als unangemessen zu markieren - dabei bekam man in einigen Fällen durch den Software-Fehler Zugang auch zu privaten Bildern. Bei einigen Test-Durchläufen habe das funktioniert, bei anderen nicht, berichteten unter anderem der Online-Dienst “ZDNet“ und das Magazin “Forbes“.

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Facebook erklärte dazu, der fehlerhafte Software-Code sei nur eine begrenzte Zeit online gewesen und habe lediglich eine eingeschränkte Zahl jüngster Fotos unter gewissen Bedingungen offen zugänglich gemacht. Das betroffene Melde-System sei vorerst deaktiviert worden und werde erst wieder eingeschaltet, wenn der Fehler endgültig behoben sei.

Angesichts der vielen Debatten um den Datenschutz bei dem weltgrößten Netzwerk mit mehr als 800 Millionen Mitgliedern kommt es nicht überraschend, dass eine Reihe von Nutzern sich sofort Zuckerbergs Profil vornahm. Einige wurden offensichtlich fündig: Im Netz tauchten mehrere neue Privatfotos auf, auf denen er etwa beim Kochen oder mit einem Huhn in der Hand zu sehen ist.

Facebook nahm die Sache mit den Zuckerberg-Bildern gelassen und erlaubte der BBC sogar, zwei Bilder auf ihrer Webseite zu veröffentlichen - schließlich seien sie jetzt eh öffentlich geworden. Die Fotos mit dem Huhn wurden im Internet sofort mit Zuckebergs Vorsatz in Verbindung gebracht, nur noch das Fleisch von Tieren zu essen, die er selbst getötet hat. Der Facebook-Gründer will damit ein vernünftigeres Verhältnis zum Fleisch-Konsum entwickeln.

Es ist nicht das erste Mal, dass private Bilder von Zuckerberg ins Internet gelangen: Auch 2009, als Facebook die Standard-Einstellungen für die Privatsphäre geändert hatte, kam es dazu. Damals hatten auch viele andere Nutzer aus Versehen Informationen mit dem Rest der Welt geteilt.

Die - wenn auch eingeschränkte - Software-Panne könnte für neue Spannungen mit deutschen Datenschützern sorgen, die Facebook ohnehin vorwerfen, zu viele Informationen zu sammeln und damit zu leichtfertig umzugehen. Außerdem zeigt der Fall, wie ein zufälliger Fehler private Informationen öffentlich machen kann.

Aus dem Haus von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) kam die Forderung, Facebook müsse offenlegen, wie lange die Lücke bestanden habe und wie viele Mitglieder davon betroffen gewesen seien. “Der Vorfall ist mehr als peinlich und beweist einmal mehr, dass Facebook den Schutz persönlicher Daten dringend verbessern muss“, hieß es. Aigner ist schon seit langem als Facebook-Kritikerin bekannt. Das Unternehmen weist die Vorwürfe von Datenschützern und Politikern zurück und verweist unter anderem auf die stark verfeinerten Einstellungen zur Privatsphäre der Nutzer.

dpa

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