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Angebliche Explosionen imi Weißen Haus

Börsen-Turbulenzen nach Falschmeldung auf Twitter

New York - Eine Falschmeldung über Explosionen im Weißen Haus im Kurznachrichtendienst Twitter hat am Dienstag für Turbulenzen an der US-Börse gesorgt.

Die Mitteilung war offenbar durch einen Hack gegen das Twitter-Profil der Nachrichtenagentur AP verbreitet wurden.

Eine gefälschte Twitter-Nachricht hat die US-Börse kurzzeitig auf einen Sturzflug geschickt. Unbekannte hackten am Dienstagabend das Twitter-Konto der Nachrichtenagentur „Associated Press“ (AP) und verbreiteten die Falschmeldung an mehr als 1,9 Millionen Abonnenten des Profils. In der gefälschten Nachricht hieß es, im Weißen Haus habe es zwei Explosionen gegeben, US-Präsident Barack Obama sei dabei verletzt worden. AP reagierte sofort und erklärte per Twitter, dass die Meldung gefälscht sei.

Das Weiße Haus stellte ebenfalls innerhalb weniger Minuten klar, dass die Meldung falsch sei. Dem Präsidenten gehe es gut, sagte Sprecher Jay Carney.

Die Falschmeldung sorgte für Verwirrung auf dem Aktienmarkt und drückte den US-Leitindex Dow Jones Industrial kurzzeitig in die Verlustzone. Innerhalb weniger Minuten sank er deutlich, erholte sich dann aber rasch wieder. „Völliger Blödsinn, aber die Märkte sind sensibel und reagieren in Windeseile auf sowas“, sagte einer der Händler zu der Entwicklung. Die US-Börsenaufsicht SEC wird nun die genaueren Umständen des Hacks untersuchen: „Ich weiß nicht genau, wonach wir suchen, aber natürlich wollen wir große Veränderungen wie diese verstehen, wie kurz sie auch war“, sagte Daniel Gallagher von der Börsenaufsicht.

Medienjournalist Jim Romenesko zufolge verschafften sich die Angreifer über eine gezielt gefälschte E-Mail an AP-Mitarbeiter Zugriff auf das Twitter-Konto. Die Nachricht habe einen verseuchten Link enthalten, sei allerdings geschickt so gestaltet gewesen, dass sie legitim ausgesehen habe.

US-Medienberichten zufolge erklärte eine Gruppe mit dem Namen „Syrische Elektronische Armee“, für den Hack verantwortlich zu sein. Die AP bestätigte das jedoch nicht. Ein entsprechendes Twitter-Profil war am Mittwoch gesperrt. Eine ähnliche Gruppe kaperte vor einigen Wochen bereits Profile des britischen Fernsehsenders BBC und verschickte ebenfalls Falschmeldungen.

Viele Medien nutzen das Online-Netzwerk Twitter, um kurze Nachrichten zu verbreiten. Twitter empfiehlt Nutzern, ein sicheres Passwort zu verwenden, dieses nicht weiterzugeben und nicht auf verdächtige Links zu klicken. Allerdings machen immer wieder Spam-Angriffe auf Twitter-Nutzer die Runde.

Es sei das erste Mal, dass das Twitter-Konto von AP gehackt worden sei, sagte AP-Sprecherin Erin White. „Wir haben sofort eine Nachricht an unsere Kunden und unsere Abonnenten geschickt“, sagte White wenige Minuten, nachdem die gefälschte Meldung aufgetaucht war. Das Twitter-Konto wurde zunächst deaktiviert. AP ist die größte Nachrichtenagentur der Welt und Partner der Deutschen Presse-Agentur dpa.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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