FIFA 12: Der große Test

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BVB-Spieler Mats Hummels gegen die Bayern-Stars Rafinha (rechts), Arjen Robben (2.v.r.) und Luiz Gustavo (links).

München - Fußball-Gamer blickten der Veröffentlichung des neuen Fifa-Ablegers wieder mit Hochspannung entgegen. Wir werfen einen ausführlichen Blick auf Fifa 12:

Bereits vor der Veröffentlichung hat die Vorfreude auf Fifa 12 rekordverdächtige Höhen erreicht. Fans haben das Spiel weltweit schon 800.000 Mal vorbestellt, die Fifa 12 Demo für PlayStation 3, Xbox 360 und PC hat in den ersten sieben Tagen eine Rekordmarke von fast 3,5 Millionen Downloads erreicht. Fest steht: Die Fans sind heiß auf das neue Fifa.

Und das können sie auf so vielen Plattformen wie noch nie spielen, nämlich auf zwölf. Zum ersten Mal werden auch Mac-User bedient. Die Mac-Version liefert dabei dasselbe Gameplay der HD-Konsolen und zum ersten Mal überhaupt können Mac- und PC-Spieler online mit- und gegeneinander antreten.

Auf dem Cover der deutschen Version von Fifa 12 sind Mats Hummels vom aktuellen deutschen Meister Borussia Dortmund und Lukas Podolski vom 1. FC Köln abgebildet. „Das ist eine riesen Ehre für mich“, freut sich Hummels. „Als ich noch jünger war und mit meinen Kumpels fast täglich FIFA gezockt habe, dachten wir alle, wie geil es wäre selbst mal “vorne drauf“ zu sein.“ Auch Lukas Podolski ist begeistert von der Weiterentwicklung des Spiels: „FIFA 12 ist noch realistischer geworden. Die Leute bei EA SPORTS geben sich jedes Jahr die Mühe, das Spiel immer näher an den echten Fußball zu bringen.“

Das ist geboten:

Im Duell mit dem Konkurrenten Pro Evolution Soccer aus dem Hause Konami setzt Fifa wieder auf eine Hammer-Anzahl an Lizenzen. Alle wichtigen Ligen, Clubs und Nationalmannschaften sind vertreten. Neben den europäischen Erstligaclubs ist auch bei den Vereinen aus der zweiten Liga der komplette Kader geboten.

Die Grafik ist sensationell gut: Die Spieler gleichen ihren realen Vorbildern bis aufs Haar bzw. bis aufs Tattoo oder das schüttere Haar. Einen Arjen Robben etwa erkennt man auch gut aus der Vogelperspektive. Dafür ein ganz großes Lob an die Programmierer! 

Toll sind die Reaktionen der Zuschauer: Je näher der Spieler dem gegnerischen Tor kommt, desto lauter wird es im Stadion. Wenn ein Spieler eine Chance versemmelt, geht ein lautes Raunen durch die Reihen. Und wenn die Auswärtsmannschaft ein Torchance vergibt, klatschen die Fans höhnisch Beifall. Ganz hervorragend: Auch die original Fangesänge der Zweitliga-Vereine wie Hansa Rostock sind nun zu hören.

Ebenfalls ein Fortschritt: Die Kommentatoren Manni Breuckmann und Frank Buschmann wirken nicht mehr wie Phrasendrescher, was vielen Fans beim Vorgänger noch ziemlich auf die Nerven ging.

Die Steuerung ist einfach und intuitiv. Selbst Anfänger, die bislang nichts mit der Fifa-Reihe zu tun hatten, dürften schnell ins Spiel kommen.

Es fällt auf, dass der Spielaufbau langsamer ist als beim Vorjahres-Fifa. Offensichtlich wollte man vom schnellen Ping-Pong-Passen wegkommen. Nun müssen Torerfolge noch härter erkämpft werden. Außerdem merkt man an der Steuerung, dass die Entwickler stark auf den Stil des jeweiligen Profis geachtet haben. Ballzauberer Franck Ribéry bewegt sich etwa deutlich flinker und agiler als ein Brecher wie Wayne Rooney.

Screenshots aus FIFA 12

Screenshots aus FIFA 12

Im Angriff sorgt das neue Precision Dribbling für eine präzisere Ballkontrolle und in der Abwehr hat man das innovative Tactical Defending eingeführt. Das neue Precision Dribbling garantiert eine präzisere Ballkontrolle im Angriff, während das Tactical Defending die Abwehrarbeit so anspruchsvoll und bedeutend wie im richtigen Fußball macht. Nicht mehr nur scharfe Pässe entscheiden nun über den Erfolg. Bei Fifa 12 kommt es auch auf enge Ballführung und das richtige Verhalten in den Zweikämpfen an.

Toll ist die realistische Spiel-Physik: Bei einem Zusammenprall gehen die Spieler jeweils unterschiedlich zu Boden. 

Es fällt auf, dass EA zugunsten eines gesteigerten Realismus auch das Fehlverhalten der Spieler einbaut: Mal rennt ein Teamkamerad in die falsche Richtung. Ein anderer Mitspieler passt ins Nichts. Das macht das Game schwieriger zu spielen. Ehrlicherweise mann man aber sagen, dass unter dem eingebauten Fehlverhalten zuweilen auch der Spielspaß landet.

Der Online-Modus wurde noch einmal verbessert: Hinzugekommen sind das Liga-System mit Auf- und Abstiegen sowie verschiedene Pokal-Wettbewerbe. Online zählt nun jeder Punkt, was für zusätzlichen Druck und für mehr Spannung sorgt.

Fazit

Fifa 12 bleibt ein hervorragendes und begeisterndes Fußballspiel. Wer auf Arcade-Feeling statt Fußball-Simulation steht und wem die Lizenzen wichtig sind, der greift hier definitiv zu. Wem es mehr auf den Simulations-Aspekt ankommt, der greift eh zu PES.

fro

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