No Russian

Modern Warfare 2 Remastered: Diese Mission führt in Russland zum Bann

Einige Call of Duty-Spiele haben fragwürdige Missionen. Modern Warfare 2 Remastered wurde wegen dieser jetzt in Russland gebannt.

  • Activision veröffentlicht Call of Duty Modern Warfare 2 Remastered.
  • Der Titel enthält die kontrovers diskutierte Kampagnen-Mission "No Russian".
  • Call of Duty Modern Warfare 2 Remastered wird in Russland von Sony nicht verkauft.

Kalifornien - Der Publisher Activision* reitet aktuell mit seinen Titeln Call of Duty Modern Warfare* und dem Battle Royale Call of Duty Warzone* auf der Erfolgswelle. Schon mehr als 30 Millionen Spieler haben das Battle Royale, welches von Infinity Ward entwickelt wurde heruntergeladen. Am 31. März wurde auch noch Call of Duty Modern Warfare 2 Remastered veröffentlicht. In diesem Titel kann man alle Kampagnen-Missionen aus dem Original-Titel von 2009 mit verbesserter Grafik erneut spielen. Allerdings sorgt eine Mission für internationalen Ärger.


Call of Duty Modern Warfare 2 Remastered: Mission "No Russian" sorgt für Ärger

Schon 2009 sorgte eine Mission in Call of Duty Modern Warfare 2 für eine Kontroverse. In der vierten Mission der Singleplayer Kampagne mit dem Namen "No Russian" spielt man den Charakter Joseph Allen, der als Undercover-Agent der CIA auf dem Moskauer Flughafen an einem Massaker teilnimmt. Der Anführer der Terroristen ist Vladimir Makarov und erinnert vor dem Anschlag seine Mitglieder mit dem Satz: "Remember, no Russian" daran, dass niemand der Gruppe russisch sprechen soll, damit sie nicht über die Sprache zugeordnet werden können. Am Ende der Mission tötet Makarov den Agenten Allen, um die russische Regierung im Glauben zu lassen, dass der Anschlag von der USA durchgeführt wurde.

Schon 2009 sorgte die Mission "No Russian" in Call of Duty Modern Warfare 2 für Kontroversen

Auch damals war der Level nur optional und mit einem Warnhinweis gekennzeichnet, dass Spieler von dem Inhalt verstört sein könnten. Activision und auch der Entwickler Infinity Ward aus Kalifornien mussten damals viel Kritik aus der Call of Duty* Szene und von der Presse einstecken.


Call of Duty Modern Warfare 2 Remastered: Deutsche Version von "No Russian" verändert

Auch in Call of Duty Modern Warfare 2 Remastered ist die Mission "No Russian" enthalten und kann wie auch im Jahr 2009 gespielt werden. In der deutschen Version gibt es jedoch eine Änderung im Vergleich zu der internationalen Version. Deutsche Spieler können nicht aktiv auf die Zivilisten auf dem Flughafen schießen, da die Mission sonst abgebrochen wird.

Auch wenn bestimmte Inhalte in der deutschen Version verändert wurden, hat die USK Call of Duty Modern Warfare 2 Remastered wie auch seinen Vorgänger aus 2009 mit der Altersfreigabe USK 18 eingestuft.

Die USK hatte zwar in 2018 ihre Richtlinien in Hinsicht auf verfassungswidrige Symbolik gelockert, dies gilt aber nicht für extreme Darstellung von Grausamkeit, wie sie in der Mission "No Russian" vorkommt.

Modern Warfare 2 Remastered sorgt in Russland für Ärger

Insbesondere in Russland sorgt Call of Duty Modern Warfare 2 Remastered wegen der Mission "No Russian" für Ärger. Im russischen PSN Store von Sony ist CoD:MW2 Remastered gar nicht erhältlich, da sich Sony Russland gegen die Veröffentlichung gewehrt hat. Auf Windows PC und Xbox One soll das Spiel jedoch regulär erscheinen.

Schon Call of Duty Modern Warfare (2019) sorgte in Russland für Probleme, da viele Spieler mit der Darstellung der russischen Soldaten unzufrieden waren. Dies führte unter anderem dazu, dass sich Activision und Infinity Ward aus Kalifornien mit den Protesten in ihren Social-Media-Kanälen auseinandersetzen mussten. Da CoD Modern Warfare 2 Remastered keinen Multiplayer hat, wird Infinity Ward die beliebtesten Maps aus Modern Warfare 2* in Modern Warfare (2019) integrieren, wie ingame.de* berichtete. Der Titel wird in Kürze die Season 3* einläuten, in der dann möglicherweise schon die Maps Backlot und Village spielbar sein werden.

*ingame.de ist Teil des bundesweiten Redaktionsnetzwerkes der Ippen-Digital-Zentralredaktion.

Quelle: ingame.de

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