Gerichtsvollzieher und Vermieter sind sprachlos

Bei Zwangsräumung: Wohnung mit Bierflaschen vollgestopft

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Görlitz - Bei einer Zwangsräumung einer Wohnung in Görlitz bot sich dem Gerichtsvollzieher und dem Vermieter ein haarsträubender Anblick: Etwa 6.500 leere Pfandflaschen standen fein säuberlich aufgereiht in der Wohnung.

In der Wohnung hatte jemand anscheinend jahrelang sein Pfand "gesammelt". Wie Bild.de im Gespräch mit dem Ex-Mieter herausfand, habe dieser über sieben Jahre hinweg, die Flaschen seines Feierabend-Biers zuhause gehortet. Er habe abends zwischen zwei und drei Flaschen Bier konsumiert. Summiert man das über sieben Jahre, kommt man auf circa 6.500 leere Flaschen Bier, die in der 50 Quadratmeter großen Wohnung "lagerten".

Da staunten der Gerichtsvollzieher und der Vermieter am Termin der Zwangsräumung nicht schlecht. 

Wegen Platzmangels habe der jetzige Ex-Mieter das letzte Jahr nicht mehr in der Wohnung verbracht. Er habe sich aber auch zu sehr geschämt, die Flaschen einfach wegzubringen. Jetzt wurden alles weggebracht, das Pfand bekam der Mann allerdings (natürlich) nicht.

Ähnlicher Fall in Oberhausen im Jahr 2010

Im Jahr 2010 fand man in Oberhausen eine Wohnung eines Hausmeisters vor, der 2.200 leere Bierflaschen, dort gesammelt hatte. Doch das war längst nicht alles. Die Wohnung war ein Anblick des Grauens: Vollgestellte Gänge, ein schimmelnder Kühlschrank und eine mit Handtüchern verstopfte Toilette mit Fäkalien oben drauf. 

Der Schaden war nicht unerheblich, wie der Hausverwalter, Kamil Wojtowicz, damals gegenüber der Bild aufzählte: Die Räumung kostet 3.000 Euro, die Renovierung 7.000 Euro, der Mietausfall 2.600 Euro. Auf den Kosten blieb der Eigentümer sitzen.

ics

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/Ilia Yefimovich/dpa (Symbolbild)

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