Wegen über 20 Vergewaltigungen angeklagt

Täuschte ein Mann in Kalifornien seinen Tod vor?

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Kalifornien - Ein schottischer Tourist wurde Ende Februar als vermisst gemeldet. Inzwischen vermutet die Polizei, dass er seinen Tod nur vorgetäuscht haben könnte, um sich vor einer gerichtlichen Verurteilung zu retten.

Nachrichten, wie aus dem Psychothriller kommen am Mittwoch aus Kalifornien. Wie die Los Angeles Times berichtet, wurde hier ein schottischer Tourist von seinem 17-jährigen Sohn am 25. Februar als vermisst gemeldet. Der Mann sei in den Abendstunden bei Carmel im Pazifik schwimmen gegangen und nicht wieder aufgetaucht. Der Strand, an dem er in die Fluten getaucht war, ist berüchtigt für seine gefährlichen Strömungen. Von Einheimischen wird der Landstrich sogar "Mortuary Beach" (zu deutsch: "Leichenhallen-Strand") genannt. 

Wegen der vielen Todesfälle, die sich hier ereigneten wurden sogar schon Zäune am Strand aufgestellt, um Besucher fern zu halten.

Mit Drohnen und Helikoptern hatte man das Meer und den Strandabschnitt durchkämmt, Taucher hatten wiederholt die Küste nach dem verschollenen Kim G. abgesucht, aber erfolglos. 

Weil von dem Schotten keine Spur zu finden war, begann das Monterey County Sheriffs Department seine Hintergründe zu erforschen. Die Aussage seines Sohnes konnte den Untersuchungen der Behörden nicht stand halten, berichtet die Times. Für gewöhnlich könnten Menschen die das Verschwinden einer geliebten Person melden, detaillierte Berichte abgeben, so der Sheriff, nicht aber in diesem Fall. 

Ist der Schotte wirklich gestorben?

Nun vermutet die Polizei, der Mann könnte seinen Tod nur vorgetäuscht haben. Bei einer Rückkehr nach Schottland erwarteten ihn laut Times nämlich zwei Duzend Anklagen wegen Vergewaltigung. Durch sein Verschwinden könnte der Schotte versucht haben, einer Verurteilung bei seiner Rückkehr in die Heimat zu entgehen. Der US Marshals Service unterstützt jetzt die Polizei bei ihrer Fahndung nach dem Mann, nun unter der Annahme, dass es sich nicht um einen Vermissten, sondern einen Flüchtigen handelt. 

Auch seinem Sohn könnten, sollte der Verdacht sich bestätigen, rechtliche Konsequenzen drohen. Er hätte sich dann wohl der Irreführung in einer polizeilichen Untersuchung schuldig gemacht. 

jv

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © GorgeousFm via Facebook

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