Was kann der neue Musikdienst Spotify?

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So schaut es aus, wenn man auf die Startseite von Spotify klickt.

Berlin - Heute startet in Deutschland der Musikdienst Spotify. 16 Millionen Songs kann man dort legal und kostenfrei hören - eine echte Konkurrenz für iTunes und Amazon!

Zum heutigen Deutschland-Start von Spotify machen wir den Check - was kann der Musikdienst? Und wie schaut es mit dem Datenschutz aus? Neben vielen Vorteilen, gibt es aber leider auch einen Haken...

Die wichtigsten Fakten zum neuen Musikdienst:

Hören, aber nicht besitzen

Bei Spotify kann man sich seine Songs jederzeit per Stream anhören - anders als bei Amazon und iTunes kann man sie aber nicht kaufen. Sie gehören dem User also nicht. 

Alles legal?

Spotify hat Verträge mit der Verwertungsgesellschaft Gema abgeschlossen - also braucht man als User keine Angst vor Strafverfolgungen zu haben! Während auf Youtube einige Songs wegen fehlender Gema-Rechte nicht gezeigt werden dürfen, gibt es dieses Problem beim Spotify nicht - ein klarer Vorteil für den neuen Musikdienst!

Kein Download - keine Kosten?

Hier gehts zur

Spotify-Seite

Spotify bietet keinen Download von Songs als MP3-Datei an. Geld verdient der Musikdienst vor allem mit Werbeeinblendungen und Werbeanzeigen. Wen das stört, kann auf die "Sportify Unlimited"-Variante wechseln. Für 4,99 Euro gibt es dann keine Werbeeinblendungen mehr. 

Wer mehr möchte: Mit einem Flatrate-Premiumabo zu 9,99 Euro monatlich, kann man die Songs auch auf mobilen Geräten abspielen und offline hören. Man markiert dazu in der eigenen Playliste einfach die Songs, die man auch ohne Internetzugang hören möchte.

Wie finde ich Songs?

Spotify bietet verschiedene Suchfunktionen an: Man kann nach dem Namen von Künstlern und Bands suchen oder auch die Playlists von Freunden durchstöbern. Wer sich diese Mühe ersparen möchte, sucht sich einen passenden Radiosender nach Genre und lässt diesen laufen.  

So präsentiert Spotify seine Suchfunktionen:

Ich bin, was ich höre

Damals das Mixtape - heute die Playlist! Natürlich kann man über Facebook, E-Mail oder Twitter auch persönliche Playlists an Freunde schicken.

Installation nur mit Facebook-Konto

Über einen Browser, wie etwa Firefox, ist Spotify nicht verfügbar. Der Dienst installiert eine Software auf die Festplatte, mit der man auf den Musikkatalog zugreifen kann.

Voraussetzung für die Anmeldung ist aber ein Facebook-Konto! Wer sich anmelden will, wird direkt nach seinen Facebook-Daten gefragt.

Datenschutz - wen interessiert was ich höre?

Die Facebook-Vernetzung birgt auch Risiken: Man sieht was andere Facebook-Freunde anhören, die ebenfalls Spotify nutzen. Wer nicht möchte, dass alle Facebook-Freunde die eigenen Vorliebe für Andy Borg und Helene Fischer mitbekommen, kann diese Funktion natürlich wegklicken. Einzelne Songs kann man dann trotzdem noch manuell teilen - selbst wenn das automatische Posten abgeschaltet ist.

Wo ist der Haken an Spotify?

Kostenlos nur in Maßen: Das Musikportal bietet, laut den Nutzungsbedingungen, nur in den ersten sechs Monaten eine große Bandbreite an Musiktiteln, danach dreht der Anbieter den Nutzungshahn zu.

Für kostenfreie Nutzer gibt es dann ein Limit. Monatlich zehn Stunden Musikgenuss dürfen User sich dann einteilen. Auch das Abspielen einzelner Titel wird stark eingeschränkt. Bei maximal fünf Abspielungen pro einzelnem Titel liegt hier die Obergrenze im Monat. Ganz schön wenig!

So macht Spotify Werbung für die Vernetzung mit Facebook:

mb/mg/red

Quelle: rosenheim24.de

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