Keine guten Noten für Internet-Sicherheitssoftware

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Das E-Mail-Postfach eines Computers mit gefälschten E-Mails des Bundeskriminalamtes. Das Bundeskriminalamt (BKA) warnte 2007 vor gefälschten E-Mails, die als Absender die Behörde auswiesen.

Frankfurt/Main. Ein harsches Urteil hat die Computerzeitschrift "c't" über fünf von ihr getestete Internet Security Suiten gefällt. Firewall, Spam-Filter und die Kinderschutzfunktionen hätten sich als unbrauchbar erwiesen, heißt es in der neuen Ausgabe des Magazins.

Alle Produkte hätten sich zwar in vorhergehenden "c't"-Tests durch eine gute Antiviren-Funktion ausgezeichnet, doch der Aufpreis für die zusätzlichen Funktionen lohne nicht.

Internet Security Suiten sind Programmpakete, die mehrere Sicherheitsfunktionen bündeln und so nicht nur vor Computerschädlingen und Spam schützen sollen, sondern die auch eine Firewall und diverse Kinderschutzfunktionen mitbringen.

Abgesehen von einer Ausnahme seien alle Spam-Filter nicht in der Lage gewesen, verschlüsselte E-Mail-Abfragen zu verarbeiten, kritisierten die Tester. Für Programme wie Thunderbird oder Windows-Mail sei dies hingegen kein Thema.

Die Einstellungen der Firewalls der Komplettprodukte seien ebenfalls problematisch. Sie stellen eher ein zusätzliches Risiko dar. Die eingebaute Windows Firewall macht das besser. Auch die meisten Kinderschutzfilter ließen sich leicht austricksen und böten somit keinen Mehrwert. Hier gebe es gut funktionierende Alternativen, darunter die kostenlosen Angebote von AOL, FragFINN und Microsoft.

apn

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