"Geoblocking"

Kinox, BitTorrent & Co.: Wann darf ich was legal streamen?

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Kostenlos streamen? Das geht - allerdings drohen teilweise saftige Bußstrafen. Wie Sie diese umgehen, erfahren Sie hier.

Wer Serienjunkie ist, streamt viel und oft. Doch das geht auf Dauer ins Geld. Manches im Netz ist sogar gratis - doch ist das rechtlich erlaubt? Oder bekomme ich dann mächtig Ärger?

Netflix, Amazon Prime & Co.: Serienjunkies haben heutzutage die Qual der Wahl. Schließlich gibt es unzählige Streaming-Dienste, auf denen sie dutzende Eigenproduktionen schauen können. Doch wer mehrere Konten hat, muss auch viel bezahlen. Im Netz gibt es aber auch Streaming-Dienste, die mit gratis Zugängen locken. Doch ist das Streamen darauf nicht illegal? Und kommt mir das am Ende teuer zu stehen? Die Redaktion klärt auf.

BitTorrent, Kinox & Co.: Wer diese nutzt, handelt illegal - und es drohen heftige Bußstrafen

Vielen Fußballfans ist ein Sky-Abo zu teuer, weshalb sie auf Programme wie BitTorrent oder Sopcast schwören. Dort können Sie sogar Live-Übertragungen der Bundesliga-Spiele kostenlos von russischen oder chinesischen Seiten streamen. Doch dann folgt Techbook.de zufolge oftmals das böse Erwachen. Schließlich handele es sich bei den Programmen um sogenannte Peer-to-Peer-Software (P2P). Wer diese nutzt, wird dadurch für andere Nutzer im Netzwerk ebenfalls zum Anbieter.

Das Pikante daran: Dadurch verbreiten Sie illegal urheberrechtlich geschütztes Material - auch wenn Sie nur etwas anschauen wollen. Die Folge: Es könnten hohe Bußstrafen auf Sie zukommen. Dagegen galt das Streamen auf Diensten wie Kinox oder BS bis dato als rechtliche Grauzone. Hier empfangen Sie zwar nur, ohne selbst Daten herunterzuladen oder sie anderen anzubieten, dennoch handeln Sie auch hier nicht legal. Zwar konnten Nutzer in der Vergangenheit nicht belangt werden, stattdessen wurde vielmehr versucht, gegen die Betreiber der illegalen Portale vorzugehen.

Wieso Sie dank Geo-Blocking dennoch US-amerikanische Inhalte legal sehen können

Doch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs soll darüber nun Klarheit schaffen. Allerdings will das nur die Nutzung eines "offensichtlich rechtswidrigen" Streams verbieten - Kritiker halten allerdings dagegen, dass dies noch immer zu viel Spielraum lasse. Wo allerdings Konsens herrscht, ist das Umgehen von Geo-Sperren. So gibt es zum Beispiel in den USA viele Fernsehsender, die ihr Programm völlig kostenlos auch online anbieten.

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Wer allerdings versucht, aus Deutschland davon zuzugreifen, dem werden diese oftmals nicht angezeigt. Mithilfe des sogenannten "Geoblocking", also das Verschleiern der eigenen IP-Adresse, können Sie dennoch auf gesperrte Dienste zugreifen. "Es gibt kein Gesetz, das es mir verbieten würde, mich beispielsweise über einen Server in den USA irgendwo anzumelden. Ich denke, im Zweifel sind hier die Anbieter in der Pflicht, ihr Online-Angebot besser abzugrenzen", meint auch Bjoern Krass, Medienexperte und Lehrbeauftragter an der Hochschule der populären Künste in Berlin gegenüber Techbook.de.

Schlimmstenfalls könne der Dienst selbst reagieren, wenn er Wind davon kriege und mit Sperrung drohen. Wer das Risiko allerdings nicht eingehen möchte, der sollte wohl doch besser sein Geld bei den großen Streaming-Anbietern lassen.

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jp

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