Kündigung wegen "Speckrolle" und "Klugscheißer"

Facebook-Lästerei über Kollegen kann Job kosten

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Posts auf Facebook können schwerwiegende Folgen haben.

Duisburg - Wer in sozialen Netzwerken wie Facebook über Arbeitskollegen herzieht, riskiert seinen Job. Ein Urteil des Arbeitsgerichts Duisburg hat entsprechenden Einträgen einen schwerwiegenden Stellenwert zugesprochen.

Davor hat das Arbeitsgericht Duisburg in einem Urteil gewarnt, auf das die Rechtsanwaltskammer Düsseldorf am Donnerstag hinwies (Az.: 5 Ca 949/12). In dem Fall hatte ein Mitarbeiter seine Kollegen bei Facebook als „Speckrollen“ und „Klugscheißer“ bezeichnet. Daraufhin hatte sein Arbeitgeber ihm fristlos gekündigt.

Das Gericht erklärte die fristlose Kündigung zwar für unwirksam, weil der Mitarbeiter „im Affekt“ gehandelt habe und zunächst hätte abgemahnt werden müssen. Doch die Arbeitsrichter wiesen auch darauf hin, dass ein Facebook-Eintrag schwerer wiege als eine wörtliche Äußerung unter Kollegen.

Der große Facebook-Knigge

Der große Facebook-Knigge

Er greife nachhaltig in die Rechte der Betroffenen ein, erklärte der Präsident der Rechtsanwaltskammer, Herbert Schons. Erschwerend sei hinzugekommen, dass eine Vielzahl von Arbeitskollegen zu den Facebook-Freunden des Klägers zählten und die Beleidigungen lesen konnten.

dpa

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