Wegen hoher Selbstmordrate in Korea

Suizidtherapie: Eingesperrt im Holzsarg

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Südkorea - Eine neue Behandlungsmethode für suizidgefährdete Patienten soll helfen, das Leben wieder mehr zu schätzen. Dazu werden die Teilnehmer in Holzsärge gesperrt.

Wie eine amerikanische Website berichtet, sollen durch eine simulierte "Todeserfahrung" Schüler mit einer simulierten Version ihrer letzten Momente konfrontiert werden, um ihnen so die Schönheit des Lebens näher bringen. 

Die Selbstmordrate in Korea steigt in letzter Zeit stetig an, etwa 40 Menschen nehmen sich pro Tag das Leben. Das Alter der Teilnehmer ist sehr unterschiedlich. Auch Jugendliche, die mit dem Druck in der Schule zu kämpfen haben, nehmen an diesem Seminar teil.

Die Holzsärge sind in einem Raum aufgestellt, neben jedem Sarg steht ein Tisch mit einem Selbstportrait, einer Kerze, Stift und Papier. Die Teilnehmer tragen alle weiße Roben. Sie sitzen in den Särgen und hören einen kurzen Vortrag von Jeong Yong-Mun, einem ehemaligen Bestatter, der das Heilzentrum leitet. Er erklärt ihnen, dass sie ihre Probleme als Teil des Lebens akzeptieren müssen

Nach der Rede legen sich die Schüler in den Sarg, zuvor haben sie noch einen Abschiedsbrief geschrieben, den sie der Gruppe laut vorlesen. Wenn die "Stunde des Todes" nahe ist, wird ihnen gesagt, dass es nun Zeit ist "auf die andere Seite zu gehen". 

Es leuchten nur Kerzen, als die "koreanischen Engel des Todes" den Raum betreten und die Särge schließen. Zehn Minuten bleiben sie in völliger Dunkelheit, um mit der Idee des "Nichts" konfrontiert zu werden.  

Nachdem die Schüler wieder aus den Särgen aufstehen, beschreiben sie die Erfahrung als entspannend und positiv, sie fühlen sich "befreit" und "aufgefrischt".

hs

Quelle: rosenheim24.de

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