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Nach angeblicher Antisemitismus-Attacke

Ofarims Anwalt stellt Untersuchungen von Hotel in Frage: „Ermittlungen sollten Kripo vorbehalten bleiben“

Musiker Gil Ofarim
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Musiker Gil Ofarim hatte gegen das Westin Leipzig Vorwürfe erhoben.

Nach Antisemitismus-Vorwürfen des Sängers Gil Ofarim gegen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels haben Augenzeugen eine ganz andere Szene beschrieben, als Ofarim selbst. Diese erheben schwere Vorwürfe gegen den Sänger.

  • Musiker Gil Ofarim soll nach eigenen Angaben in einem Hotel Opfer von Antisemitismus geworden sein.
  • Jetzt werfen Überwachungsvideos Fragen zu dem Hergang auf.
  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Update, 16.54 Uhr - Gil Ofarims Anwalt meldet sich zu Wort

Nachdem mehrere Hotelgäste und Angestellten in ihren Berichten zu dem Vorfall im Westin Leipzig Hotel stark von Ofarims eigenen Erzählungen abwichen, meldet sich der Musiker nun durch seinen Anwalt zu Wort. Wie RTL berichtet, wehrte er sich vehement gegen die Ergebnisse der durch eine Anwaltskanzlei durchgeführte Untersuchung.

Sein Anwalt stellte diese in einem Schreiben in Frage. Ofarim habe mit der Staatsanwaltschaft von Beginn an abgesprochen, einer vom Hotel angeleierten Untersuchung nicht zuarbeiten zu wollen. Die Ermittlungen sollten der Staatsanwaltschaft und Kripo vorbehalten bleiben. Die vom Hotel aufgetragene Untersuchung könne dem ernsten Thema des Antisemitismus nicht gerecht werden.

Erstmeldung

Leipzig - Wieder werden die Schilderungen von Musiker Gil Ofarim (39) zu einer antisemitischen verbalen Attacke auf ihn infrage gestellt. Diesmal sind es die Ergebnisse einer internen Untersuchung des Westin Leipzig Hotels, in dem der Vorfall sich ereignet haben soll, die andere Fakten schildern, als Ofarim. Wie die Zeit berichtet, hat das Hotel die Untersuchungen abgeschlossen und will keine Maßnahmen gegen den Mitarbeiter ergreifen.

Rechtsanwälte haben die von Ofarim berichteten Abläufe rekonstruiert und keine objektivierbaren Anhaltspunkte gefunden, die Maßnahmen gegen den Mitarbeiter rechtfertigen. Die Kanzlei habe auf 118 Seiten zusammengefasst, was Gäste und Mitarbeiter geschildert haben. Auch sei ein Gutachten zu dem Beweisvideo einer Sicherheitskamera erstellt worden und dieses auf mögliche Manipulation untersucht. Dies sei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht der Fall.

Zeugen haben vielmehr ausgesagt, dass Ofarim sich über Hotelmitarbeiter aufregte, weil diese angeblich andere Gäste bevorzugt behandelten. Er soll laut Focus gedroht haben, ein Video zu veröffentlichen, das viral geht. So schildern Mitarbeiter und drei Gäste die Szene.

Der Sänger selbst hatte in einem Instagram-Video erzählt, dass man ihn wegen des Anhängers angegangen sei, jemand „Pack deinen Stern weg“ gerufen habe.

Weil der Mitarbeiter immer noch Drohungen erhalte, könne er aber noch nicht voll umfänglich wieder eingesetzt werden, um ihn zu schützen, berichtet das Hotel abschließend.

jv

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