Facebook-Hype

Facebook-Hit! Jeder teilt plötzlich dieses Video

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Weener/Ostfriesland - Über Nacht eine Facebook-Berühmtheit: Am Sonntagnachmittag postete Benjamin Drews ein Video. Er konnte nicht ahnen, welche Welle er damit auslöste.

Sicherlich, der junge Mann wollte Aufmerksamkeit. Er wollte, dass möglichst viele seine Botschaft weitertragen. Er rief dazu auf, sein Video gegen Mobbing zu teilen.

Dass es aber schon mehr als 90.000 Menschen sind, die bis zum Donnerstagnachmittag sein Video teilen und über 2,5 Millionen, die es gesehen haben, damit konnte Benjamin Drews nicht rechnen. Und noch immer zieht sein Video weitere Kreise im Netz, wird von immer mehr Facebook-Nutzern angesehen, geliked und geteilt.

Wie ist dieser Hype zu erklären? Es ist wohl die Authentizität, die dieses Video zu einem Facebook-Erfolg macht. Benjamin aus Ostfriesland, der in Wirklichkeit anders heißt wie Spiegel Online berichtet, blickt in die Kamera. Seine Augen sind traurig, fast leer. Man kann sich gut vorstellen, dass auch er schon in seiner Schulzeit gemobbt wurde und einiges durchmachen musste.

Und tatsächlich bestätigte er das auch im Gespräch mit Spiegel Online. In der Hauptschule und schon seit frühester Kindheit sei er lange Zeit wegen seines Übergewichts gehänselt worden.

Das Video ist schwarz-weiß, im Hintergrund läuft das beliebte Klavierstück "River flows in you", alles soll sich auf die Botschaft auf den Zetteln konzentrieren. Ein Aufruf an alle, gegen Mobbing aufzustehen, für Toleranz und Respekt. Sicherlich macht er vielen Opfern damit Mut.

Benjamin selbst ist von dem unglaublichen Erfolg seines Anti-Mobbing-Videos und der Welle an Solidarität überwältigt. Am Donnerstag bedankte er sich bei seinen mittlerweile 5000 Facebook-Freunden:

Der Fall erinnert an das Youtube-Video von Amanda Todd. Die 15-jährige Kanadierin brachte sich 2012 um, nachdem sie Opfer von Cyber-Mobbing wurde. Zuvor kursierte ein Nacktbild von ihr, das per Webcam aufgenommen wurde und gegen ihren Willen weitergeleitet wurde. Vor ihrem Suizid veröffentlichte sie dieses Video als letzten Hilferuf. Er blieb ungehört.  

Die Machart von Benjamins Video ähnelt stark dem bewegenden Film von Amanda Todd. Er jedoch habe keine Suizidgedanken, erklärte er Spiegel Online. Im Gegenteil: Für ihn beginne nun "ein neues Leben".

mg/ro24

Quelle: rosenheim24.de

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