So will Facebook Selbstmorde verhindern

Erst letztes Jahr brachte sich ein Teenager um, der zuvor Warnsignale im Social Web sendete. Niemand beachtete sie. Nun will Facebook weitere Fälle verhindern. Mit einer neuen Funktion:

Cybermobbing ist längst kein unbekanntes Problem mehr. Viele Jugendliche können dem Druck in sozialen Netzwerken nicht standhalten, ihre psychische Gesundheit leidet enorm darunter. Um Schlimmeres verhindern zu können, setzt das größte der Social Networks - Facebook - nun auf eine neue Funktion und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Leben zu retten. Genauer gesagt: Facebook will Selbstmorde verhindern.

Wie salzburg24.at berichtet, wurde die neue Funktion mit mehreren Organisationen für psychische Gesundheit, unter anderem Forefront, entwickelt. Hegen Freunde nun den Verdacht, dass sich wer anders etwas antun könnte, können sie dies direkt über die neue Funktion melden. Sie haben bei gefährdeten Posts die Möglichkeit, entweder die betreffende Person direkt zu kontaktieren, einen anderen Facebook-Freund  oder professionelle Beratung hinzuzuziehen.

Unterstützung kommt von Facebook: Das Netzwerk will sich nun rund um die Uhr um Posts mit bedenklichem Inhalt kümmern. Und auch die Melder solcher Posts sollen nicht im Regen stehen gelassen werden.

Ein Grund für die Einführung der neuen Funktion, die zuerst in den USA getestet werden soll und dann in anderen Ländern zum Einsatz kommen soll, könnte der Selbstmord von Transgender-Teenager Leelah Alcorn im Dezember 2014 gewesen sein. Auf ihrem Tumblr-Account sprach sie des Öfteren von Selbstmordgedanken, reagiert wurde jedoch nicht.

Knapp 1,4 Milliarden Menschen nutzen Facebook. Wenn jeder User ein bisschen mehr auf sein soziales Umfeld achtet, könnten solche schrecklichen Geschichten vielleicht verhindert werden. Bleibt zu hoffen, dass die neue Funktion auch den gewünschten Erfolg bringt und keine "Spaßvögel" auf den Plan ruft, die sie ausnutzen.

redro24/bp

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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